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Meereswirbel mischen die Tiefsee auf

Foto zeigt Krabbe und kleine Napfschnecken in einem Wald von Bartwurmröhren, allesamt fahlweiß gefärbt

Die Tiefsee ist sehr viel wetterfühliger als gemeinhin angenommen. Entsprechende Beobachtungen präsentieren amerikanische und französische Forscherinnen im Magazin “Science”. Große Wirbel an der Meeresoberfläche können demnach selbst in mehr als zwei Kilometern Wassertiefe starke Strömungen hervorrufen – und so für eine rasche Verteilung von Wärme, Mineralien und Lebewesen sorgen.

Die Darwinfinken der Tiefsee

Foto zeigt Blick von oben auf einen bleichen, schlanken Fisch mit fächerartigen Brustflossen und langem Rattenschwanz über hellem Sediment

Eine neue Fischart haben Forscher im Meer vor Chile entdeckt. Der bislang unbekannte Vertreter der Scheibenbäuche schwamm den Wissenschaftlern in einer Tiefe von gut sieben Kilometern vor die Kamera – in einer Etage des Ozeans, die bis vor einigen Jahren noch als praktisch unbelebt galt.

Mittelmeer wird durchweg wärmer

Foto zeigt Männer mit weißen Helmen und leuchtend orangefarbenen Schwimmwesten an Bord eines Schiffs, eine Apparatur mit Flaschen voller Wasserproben aus dem Meer hebend

Der Klimawandel wirkt sich auch auf das Mittelmeer aus. Das haben spanische Ozeanografen anhand eines besonders umfangreichen Datensatzes belegen können. Seit dem letzten Jahrhundert haben sich die oberen “Stockwerke” des westlichen Mittelmeers demnach in einem Maße erwärmt, wie es gut zu den steigenden Temperaturen der Atmosphäre und des einströmenden Atlantikwassers passt.

Überfluss bringt Unruhe in die Tiefsee

Fotomontage zeigt Vielzahl kleiner Organismen neben einer Centmünze

Wo es etwas zu holen gibt, werden die Kleinen von den Großen verdrängt. Das gilt zumindest am Grund der Tiefsee, haben amerikanische Meeresbiologen beobachtet. In jenen Bereichen eines untermeerischen Canyons, in denen besonders viel organisches Material herabregnet, machen sich Seesterne und andere größere Tiere breit – auf Kosten kleiner Sedimentbewohner.

Tiefseefische mögen Gemüse

Kamerabild zeigt im Scheinwerferkegel kreuzförmiges Gestell mit ringförmigen Gewichten und grünen Ballen, daran zerrend zwei lange, helle Flische

Wer in lichtlosen Tiefen lebt, muss fressen, was ihm vor das Maul kommt. Diesen Schluss legt ein Fütterungsexperiment nahe, das niederländische und schottische Forscher am Meeresgrund in 3.000 Metern Tiefe durchgeführt haben. Zu ihrer Verblüffung wurde der angebotene Spinat hauptsächlich von Grenadieren verspeist – bislang als Raubfische und Aasfresser betrachtet.

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