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Anatomie eines Schwarms

Grafik zeigt Silhouette der australischen Ostküste, Wassertemperaturen farbig codiert, Ostaustralstrom als warmes Band von Nord nach Süd

Wenn im Meer Licht und Nährstoffe zusammenkommen, kann das Leben schnell reagieren. Einen besonderen Fall einer solchen Massenvermehrung haben australische Forscher im Detail studieren können. Indem ein großer Wirbel nährstoffreiches Wasser dicht unter der Meeresoberfläche einschloss, wurde er zur Brutstätte für einzellige Algen und die zugehörigen „Weidetiere“.

Thun frisst Thun

Makroaufnahme zeigt Fischlarve mit großem, silbrig schimmernden Auge, im transparenten Leib deutlich sichtbar eine kleinere Larve

Kannibalismus ist für junge Thunfische im negativen wie im positiven Sinn eine Frage des Überlebens, haben spanische und norwegische Forscher entdeckt. Bei verschiedenen Thunfischarten können sich die Larven demnach nur deshalb gut entwickeln, weil sie ihren Speiseplan durch kleinere Artgenossen ergänzen.

Pinguine schwimmen der Nase nach

Foto zeigt kleinen schwarz-weiß gezeichneten Pinguin am Meeresstrand

Pinguine können riechen, wo es vielversprechende Jagdgründe gibt. Entsprechende Resultate liefern Experimente südafrikanischer Ornithologen. Auf dem Meer treibende Miniatur-Ölfilme locken demnach auffallend viele Brillenpinguine an, wenn sie mit einer Schwefelverbindung aus Planktonalgen aromatisiert sind.

Vulkan lässt Plankton blühen

Satellitengrafik zeigt Aleuten-Inselbogen und Golf von Alaska, über dem blauen Meer die mäandrierende, gelb-grüne Aschewolke

Die Ursache einer außergewöhnlichen Planktonblüte haben kanadische und amerikanische Forscher ermitteln können. Als im August 2008 der Nordostpazifik förmlich ergrünte, war der Grund die wie Mineraldünger wirkende Asche eines Vulkanausbruchs. Die umfangreichen Messdaten wecken allerdings neue Zweifel an der Idee, den Treibhauseffekt durch die gezielte Düngung der Weltmeere einzudämmen.

Gehaltvoller Geleeregen

Foto zeigt Rohrleitung am schlammigen Meeresgrund, links und rechts davon bleiche wurstförmige bzw. rötliche scheibenförmige Gebilde

An Geleeklumpen erinnernde Tiere stellen ein wichtiges Bindeglied im globalen Kohlenstoffkreislauf dar. Diese Ansicht bekräftigen Untersuchungen eines englisch-deutschen Forscherduos. Vor der westafrikanischen Küste beobachteten die Wissenschaftler, wie Myriaden sterbender Salpen zu Boden sanken – und damit große Mengen organischen Kohlenstoffs.

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