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Klimawandel: Reaktionsträge Schelfmeere

Foto zeigt metallisch wirkendes Meer mit Eisschollen unter wolkenverhangenem Himmel

Hohe Konzentrationen des Treibhausgases Methan im Nordpolarmeer vor Sibirien sind nicht unbedingt eine Folge des derzeitigen Klimawandels. Zu diesem Schluss kommen deutsche, russische und kanadische Forscher. Ihrer Ansicht nach geht die jüngst beobachtete Übersättigung des Meerwassers mit Methan eher auf die schlagartige Erwärmung des Untergrunds gegen Ende der letzten Eiszeit zurück.

Permafrost in Aufruhr

Mikroskopaufnahme zeigt helle und dunkle Kügelchen in einer Art Schleimmasse

Die Permafrostböden der Erde könnten stärker auf steigende Temperaturen reagieren als gemeinhin angenommen. Forscher aus Potsdam und Hamburg haben ermittelt, dass sich mit der Temperatur die Zusammensetzung der Mikroflora im Boden ändert – einschließlich der Produzenten des Treibhausgases Methan.

Mehr Methan aus Permafrostböden

Foto zeigt grasbewachsene Senke mit ebenem Boden, umgeben von mit Birken bestandenen Wällen, im Vordergrund mit Flechten bewachsene Steine

Die sibirischen Permafrostböden könnten stärker zur Klimaerwärmung beitragen als bislang vermutet. Zu diesem Schluss kommen deutsche und russische Bodenkundler nach Messungen vor Ort. Indem das humusreiche Erdreich tiefer auftaut, könnte vor allem aus instabil gewordenen Mooren reichlich zusätzliches Methan freigesetzt werden.

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