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Venedig versinkt weiter

Foto zeigt venzianischen Platz bei Nacht, Straßenlaternen spiegeln sich in knöchelhoch stehendem Acqua Alta, Fußgängerstege

Venedig hat nicht nur mit dem Anstieg des Meeresspiegels zu kämpfen, es kommt dem Wasser zusätzlich entgegen. Das haben Präzisionsmessungen amerikanischer und italienischer Forscher ergeben. Obwohl das Abpumpen von Grundwasser in der Lagunenregion längst gestoppt ist, senkt sich der dortige Untergrund noch immer um etwa 2 Millimeter pro Jahr.

Wettlauf mit dem Klimawandel

Unterwasseraufnahme eines dichten Schwarms gelb gestreifter Fische mit hellem Kopf und dunklen Augen vor tiefblauem Hintergrund

In den Weltmeeren steigen die Temperaturen langsamer als an Land. Dennoch könnte es für das Leben im Meer besonders schwierig sein, mit dem Klimawandel Schritt zu halten, lassen Berechnungen einer internationalen Forschergruppe vermuten. Da in den Ozeanen vergleichsweise stete Bedingungen herrschen, entspricht dort schon eine geringe Temperaturveränderung einer raschen geografischen und jahreszeitlichen Verlagerung.

Schnecken verblüffen bei Mitmach-Projekt

Foto zeigt kleine Schnecke mit gelbem Haus, einfacher Bänderung, auf knallgrüner moosiger Unterlage

Überraschende Resultate hat ein großangelegtes Forschungsprojekt erbracht, an dem sich mehrere Tausend Freiwillige in 15 europäischen Staaten beteiligt haben. Die Erfassung von mehr als einer halben Million Schnecken ergab, dass helle Schneckenhäuser in den letzten Jahrzehnten nicht häufiger geworden sind – anders als angesichts der gestiegenen Temperaturen erwartet.

Bakterien schützen Zecken vor Austrocknung

REM-Aufnahme zeigt Zecke mit flachem Körper und spitz zulaufenden Mundwerkzeugen

Wenn Zecken beißen, können sie bakterielle Krankheitserreger auf den Menschen übertragen. Für die Blutsauger selbst bringen die Bakterien sogar Vorteile mit sich, zeigen Experimente zweier schweizerischer Forscherinnen. Infizierte Zecken sind demnach besonders widerstandsfähig gegenüber Hitze und Trockenheit.

Schmelzwasser könnte Gletscher bremsen

Foto zeigt hellblau erscheinendes Schmelzwasser, das durch ein Loch in der weißen Eisdecke rauscht

Der Eispanzer Grönlands kann den steigenden Temperaturen vielleicht besser trotzen als befürchtet. Diesen Schluss legt die Beobachtung eines verblüffenden Rückkopplungseffekts durch britische und belgische Forscher nahe. In Jahren mit hohen Sommertemperaturen beschleunigen die Gletscher am Rand des Eisschildes demnach weniger stark als in mäßig warmen Jahren.

Wald aus dem Eis

Foto zeigt Wurzelwerk, halb freigelegt in altem kargem Boden

Einen vor Jahrmillionen eingefrorenen Wald haben amerikanische Forscher im äußersten Norden Kanadas freigelegt. Unter Erdreich begraben und von der eisigen Kälte konserviert, kommen die alten Bäume infolge des Klimawandels wieder ans Tageslicht und beginnen zu verrotten.

Narwale als lebende Thermometer

Foto zeigt drei Narwale, bei einem ragt der lange, spiralig gedrehte Stoßzahn aus dem Wasser, an der Meeresoberfläche

Narwale lassen sich einsetzen, um die Bedingungen in schwer zugänglichen Meeresregionen zu erkunden. Entsprechende Versuche haben amerikanische und grönländische Forscher angestellt. Mit kleinen Sensoren samt Funksendern versehen, lieferten die Tiere detaillierte Temperaturdaten aus dem von Packeis bedeckten Meer zwischen Grönland und Kanada.

Mehr Treibhausgas aus Seen

Foto zeigt drei Plexiglasröhren mit Sedimentkernen und Wasser am üppig bewachsenen Ufer eines kleinen Sees

Einen weiteren Rückkopplungseffekt im globalen Kohlenstoffkreislauf haben schwedische Forscher nachweisen können. Indem die Temperaturen in höheren Breiten steigen, sinkt die Effizienz der dortigen Seen als Kohlenstoffspeicher. Vielmehr werden tote Organismen und Pflanzenreste im Sediment verstärkt von Mikroben verwertet, wobei die Treibhausgase Kohlendioxid und Methan freigesetzt werden.

Mittelmeer wird durchweg wärmer

Foto zeigt Männer mit weißen Helmen und leuchtend orangefarbenen Schwimmwesten an Bord eines Schiffs, eine Apparatur mit Flaschen voller Wasserproben aus dem Meer hebend

Der Klimawandel wirkt sich auch auf das Mittelmeer aus. Das haben spanische Ozeanografen anhand eines besonders umfangreichen Datensatzes belegen können. Seit dem letzten Jahrhundert haben sich die oberen “Stockwerke” des westlichen Mittelmeers demnach in einem Maße erwärmt, wie es gut zu den steigenden Temperaturen der Atmosphäre und des einströmenden Atlantikwassers passt.

Schwierige Prognosen für Säuger

Foto zeigt Baummarder, kleinen, schlanken Säuger mit braunem Fell, heller Brust, katzenähnlichem Gesicht

Säugetiere reagieren vielleicht gänzlich anders auf den Klimawandel als derzeit angenommen. Diesen Schluss legen Untersuchungen einer deutsch-schweizerischen Forschergruppe nahe. Welche klimatischen Nischen die verschiedenen Säuger Europas besetzen, hängt demnach kaum von ihrer entwicklungsgeschichtlichen Nähe ab: Selbst bei Arten, die erst seit kurzem getrennte Wege gehen, zeigen sich erhebliche Unterschiede.

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