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Klimawandel: Reaktionsträge Schelfmeere

Foto zeigt metallisch wirkendes Meer mit Eisschollen unter wolkenverhangenem Himmel

Hohe Konzentrationen des Treibhausgases Methan im Nordpolarmeer vor Sibirien sind nicht unbedingt eine Folge des derzeitigen Klimawandels. Zu diesem Schluss kommen deutsche, russische und kanadische Forscher. Ihrer Ansicht nach geht die jüngst beobachtete Übersättigung des Meerwassers mit Methan eher auf die schlagartige Erwärmung des Untergrunds gegen Ende der letzten Eiszeit zurück.

Narwale als lebende Thermometer

Foto zeigt drei Narwale, bei einem ragt der lange, spiralig gedrehte Stoßzahn aus dem Wasser, an der Meeresoberfläche

Narwale lassen sich einsetzen, um die Bedingungen in schwer zugänglichen Meeresregionen zu erkunden. Entsprechende Versuche haben amerikanische und grönländische Forscher angestellt. Mit kleinen Sensoren samt Funksendern versehen, lieferten die Tiere detaillierte Temperaturdaten aus dem von Packeis bedeckten Meer zwischen Grönland und Kanada.

Mittelmeer wird durchweg wärmer

Foto zeigt Männer mit weißen Helmen und leuchtend orangefarbenen Schwimmwesten an Bord eines Schiffs, eine Apparatur mit Flaschen voller Wasserproben aus dem Meer hebend

Der Klimawandel wirkt sich auch auf das Mittelmeer aus. Das haben spanische Ozeanografen anhand eines besonders umfangreichen Datensatzes belegen können. Seit dem letzten Jahrhundert haben sich die oberen “Stockwerke” des westlichen Mittelmeers demnach in einem Maße erwärmt, wie es gut zu den steigenden Temperaturen der Atmosphäre und des einströmenden Atlantikwassers passt.

Klimawandel: Auch 2009 war zu warm

Dry Lake and The Sky

Das Jahr 2009 entsprach ganz den Vorstellungen vom Klimawandel, sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD): Es war wieder zu warm. 2009 habe zwar keine neuen Rekorde gebracht, der Erwärmungstrend der vergangenen Jahrzehnte habe sich aber klar bestätigt.

Permafrost in Aufruhr

Mikroskopaufnahme zeigt helle und dunkle Kügelchen in einer Art Schleimmasse

Die Permafrostböden der Erde könnten stärker auf steigende Temperaturen reagieren als gemeinhin angenommen. Forscher aus Potsdam und Hamburg haben ermittelt, dass sich mit der Temperatur die Zusammensetzung der Mikroflora im Boden ändert – einschließlich der Produzenten des Treibhausgases Methan.

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