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Klimawandel: Reaktionsträge Schelfmeere

Foto zeigt metallisch wirkendes Meer mit Eisschollen unter wolkenverhangenem Himmel

Hohe Konzentrationen des Treibhausgases Methan im Nordpolarmeer vor Sibirien sind nicht unbedingt eine Folge des derzeitigen Klimawandels. Zu diesem Schluss kommen deutsche, russische und kanadische Forscher. Ihrer Ansicht nach geht die jüngst beobachtete Übersättigung des Meerwassers mit Methan eher auf die schlagartige Erwärmung des Untergrunds gegen Ende der letzten Eiszeit zurück.

Antibiotika: Wachsender Widerstand im Boden

Foto zeigt Schafe auf grüner Weide

Der Einsatz von Antibiotika ist auch an den Mikroben im Erdreich nicht spurlos vorübergegangen. Das haben englische und niederländische Forscher anhand Jahrzehnte alter Bodenproben zeigen können. Die Häufigkeit vieler Resistenzgene darin ist seit dem Zweiten Weltkrieg annähernd exponentiell gestiegen.

Bakterielles “Bodenfieber”

Foto zeigt schräg stehendes Glasrohr, darin klare Flüssigkeit, an ihrer Oberfläche ein bräunlicher Schleier

Wenn sich Bakterien im Erdreich auf Schadstoffe stürzen, kann es im wahrsten Sinne des Wortes heiß hergehen. Australische Forscher haben ermittelt, dass die Temperaturen im Boden auf über 40 Grad Celsius steigen können, wenn der Stoffwechsel der Mikroben durch Einleiten von Luft angekurbelt wird.

Torfböden verstärken Klimawandel

Foto zeigt tiefbraunen Boden, mit hellen Blütenpflanzen übersät, vor Bergkulisse, dunkler Winterhimmel

Der Klimawandel beschert vor allem den höheren Breiten der Erde steigende Temperaturen. Das hat Konsequenzen, belegt ein Langzeitexperiment einer europäischen Forschergruppe. Das aus den Torfböden der Nordhalbkugel zusätzlich freigesetzte Kohlendioxid kann demnach die Emissionsbeschränkungen der Industriestaaten zu einem erheblichen Teil kompensieren.

Eisernes Taxi für Blei

EM-Aufnahme zeigt einige Nanometer große Eisenoxidpartikel als dunkelgraue Klumpen auf hellgrauem Hintergrund

Normalerweise wenig mobil, kommt das Schwermetall Blei per Anhalter gut voran. Das haben zwei österreichische und schwedische Forscher ermittelt. Indem es sich an natürliche Eisenpartikel anlagert, kann sich Blei demnach vergleichsweise rasch durch Böden und in Fließgewässer bewegen.

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