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Klimawandel verändert Gebirgsflora

Panoramafoto einer kargen trockenen Hochgebirgslandschaft, vier Nahaufnahmen blühender Pflanzen

Als Folge des Klimawandels muss die europäische Gebirgsflora enger zusammenrücken. Das belegt eine groß angelegte Untersuchung unter Federführung österreichischer Forscher. Binnen weniger Jahre haben demnach zahlreiche Pflanzen ihr Verbreitungsgebiet in größere Höhenlagen ausgedehnt. Während dies in Mittel- und Nordeuropa zu einem Anstieg der Artenzahl auf den Gipfeln geführt hat, ist im Mittelmeerraum bereits ein Verlust zu beobachten.

Barcode verrät neue Reptilien-Spezies

Nahaufnahme vom Kopf eines grau-braunen Geckos mit schlitzförmig verengten Pupillen, jede einzelne Kopfschuppe erkennbar

Viele Tier- und Pflanzenarten sind rein äußerlich kaum von ihren Verwandten zu unterscheiden. Als Folge kann die Artenvielfalt eines Gebiets massiv unterschätzt werden, haben belgische und deutsche Zoologen am Beispiel der Reptilien Madagaskars zeigen können. Anhand ihrer genetischen Analysen schätzen sie, dass auf sechs beschriebene Spezies mindestens eine unerkannte kommt.

1 Jahr, 19.000 neue Arten

Wörterwolke zeigt die Namen verschiedener systematischer Gruppen, die Wortgröße entsprechend dem Anteil neu entdeckter Spezies

Die Zahl der bekannten Spezies steigt in raschem Tempo, zeigt eine Erhebung amerikanischer Forscher. Im Jahr 2009 haben hauptberufliche und Hobbyforscher demnach 19.232 neue Arten von Tieren, Pflanzen, Algen, Pilzen und Mikroben beschrieben. Darunter waren 41 neue Säugetiere und 7 neue Vögel als Vertreter der vertrautesten und wohl am besten untersuchten Tiergruppen.

Klammheimliche Vielfalt

Foto zeigt Galago, kleinen pummeligen Primaten, nachts aufgenommen mit hell reflektierenden Augen

Obwohl das Zeitalter der großen Forschungsreisen längst vorüber ist, harren noch immer zahlreiche Tier- und Pflanzenarten der Entdeckung. Allein unter den Amphibien und den Säugetieren gibt es noch etwa 3.200 unentdeckte Spezies, schätzt eine internationale Forschergruppe. Mehr als die Hälfte dürfte in den tropischen und subtropischen Wäldern der Neuen Welt zu finden sein.

Strömung schafft Vielfalt

Foto zeigt mit einem dichten, bunten Polster unterschiedlicher Organismen besiedelten Meeresboden

Wo ein reges Kommen und Gehen herrscht, da ist auch die biologische Vielfalt hoch. Diesen Zusammenhang haben amerikanische Ökologen am Beispiel verschiedener Meeresküsten nachweisen können. An Stellen mit einer starken Strömung kann sich demnach eine besonders artenreiche Fauna am Meeresgrund ansiedeln.

Ein neuer Goldrausch

Foto zeigt Flechte als weißen geweihartigen Bewuchs mit sattbraunen blattartigen Fruchtkörpern auf einem Ast

Mehr als ein Jahrhundert nach dem Einfall der Glücksritter ist Alaska wieder für einen Goldrausch gut – zumindest im übertragenen Sinne. Europäische und amerikanische Forscher haben entlang der Pfade, auf denen unzählige Goldsucher an den Klondike strömten, nicht weniger als 766 Arten von Flechten und flechtenbewohnenden Pilzen identifiziert. Rund ein Zehntel davon lässt sich bislang keiner bekannten Art zuordnen.

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