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Antarktis: Pflanzliche Passagiere reisen mit Menschen ein

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Menschliche Hilfe erleichtert die Ansiedlung ortsfremder Pflanzen in der Antarktis, denn Touristen und Wissenschaftler tragen ungewollt zahlreiche Pflanzensamen mit sich. Im Durchschnitt reisen mit jedem Besucher 9,5 Pflanzensamen in die Antartkis ein, ergab eine Untersuchung südafrikanischer Forscher.

Warme Oasen im Eismeer

Foto zeigt von weißen Krabben dicht an dicht bedeckten Meeresgrund mit dunklem Gestein

Am Grund des Südpolarmeers gibt es Oasen, in denen es von exotischem Leben nur so wimmelt. Das haben europäische und amerikanische Forscher entdeckt. Mithilfe von druckfesten Kameras und Tauchrobotern fanden sie untermeerische Quellen, aus denen mehr als 380 Grad Celsius heißes Wasser voller Schwefelwasserstoff austritt und in deren Umgebung fremdartige Tiergemeinschaften gedeihen.

Antarktische Flora reagiert auf Klimawandel

Foto zeigt dichten grünen Moosteppich auf hellem Gestein, das an einigen Stellen durchblitzt

Der Klimawandel macht sich in der Antarktis stärker bemerkbar als bislang angenommen. Entsprechende Resultate liefern Untersuchungen australischer Biologen und Kernphysiker. Anhand von Kohlenstoff aus Kernwaffentests konnten sie nachweisen, dass sich die Wachstumsgeschwindigkeit antarktischer Moose in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert hat.

Moostierchen verknüpfen Ozon und Kohlendioxidd

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In den Gewässern der Antarktis scheint das Plankton seit einiger Zeit besonders gut zu gedeihen. Darauf deuten Kolonien von Moostierchen hin, die teils während der Expeditionen des britischen Polarforschers Scott vor gut einhundert Jahren gesammelt worden waren. Eine internationale Forschergruppe hat ermittelt, dass sich das Wachstum der Planktonfresser seit etwa zwei Jahrzehnten beschleunigt.

Satellit erspäht Pinguin-Kot

Foto zeigt große Pinguine mit weißer Brust und gelber Kehle, einige graue, flaumige Jungtiere, auf weißem Eis, tiefblauer Himmel

Anders als einzelne Pinguine, lassen sich größere Ansammlungen der Tiere sehr wohl mit Satellitenhilfe aufspüren, haben zwei britische Antarktisforscher entdeckt. Die Brutkolonien von Kaiserpinguinen sind auf Satellitenbildern demnach an der rötlich-braunen Färbung erkennbar, die die Exkremente der Vögel dem Eis verleihen.

Eissee wird angezapft

Satellitenbild zeigt graue, unregelmäßig geformte Oberfläche mit zwei glatten, länglichen und etwas dunkleren Bereichen

Britische Wissenschaftler wollen einen antarktischen Eissee anbohren, der seit Zehntausenden von Jahren keinen direkten Kontakt mit der Umwelt hat. Die Mittel für das Vorhaben hat die zuständige Forschungsbehörde NERC bewilligt. Im Winter 2012/13 sollen die ersten Proben aus dem Lake Ellsworth entnommen werden.

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