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Themenarchiv für: Natur- und Umweltschutz

Fauna im Schnapsglas

Makroaufnahme zeigt Libelle mit schwarz-gelbem Hinterleib und dunklen Flecken an den Flügelspitzen im grünen Gras

Wie es um die Fauna in einem Gewässer steht, lässt sich an einer kleinen Wasserprobe ablesen. Entsprechende Versuche haben dänische Forscher durchgeführt. Die in der Probe enthaltenen DNA-Spuren verraten demnach nicht nur, welche Tierarten in einem See oder Bach vorkommen, sondern ermöglichen auch eine Schätzung der Bestandsdichte.

Straßen stören Fledermäuse

Foto zeigt Fledermaus im Flug mit straff gespannten Flughäuten

Straßenverkehr stellt nicht nur eine unmittelbare Gefahr für Fledermäuse dar. Englische Biologen haben ermittelt, dass die Zahl der Fledermausarten und die Aktivität der Tiere in einem breiten Korridor entlang einer Autobahn reduziert ist. Der Effekt lässt sich noch in 1,6 Kilometern Entfernung nachweisen.

Kapital Hai

Foto zeigt im flachen Wasser ankerndes Boot, darunter ein Taucher mit Kamera und im Vordergrund ein grauer Hai mit weißer Unterseite

Haie sind lebendig sehr viel wertvoller als tot. Dieses Fazit ziehen amerikanische Wissenschaftler nach einer Bestandsaufnahme des Hai-Ökotourismus. Mit einem lebenden Hai lassen sich demnach täglich Einnahmen in Höhe von gut 50 Euro erzielen – der Verkauf seiner Flossen würde dagegen einmalig etwa 35 Euro erbringen.

Keine Fernstraße durch die Serengeti

Serengeti Safari, Tanzania, Africa

Der Bau einer asphaltierten Fernstraße quer durch die Serengeti ist abgesagt. Naturschützer aus der ganzen Welt hatten seit fast einem Jahr gegen das Projekt protestiert. Wie die Regierung von Tansania in einem Schreiben an die UNESCO jetzt versichert, werde der Plan nicht weiter verfolgt. Stattdessen wird es nun voraussichtlich eine Umgehungsstraße geben.

Java: Ölraffinerie bedroht Mangrovengebiet

Fischer in der Segara Anakan Lagune mit Ölraffinerie im Hintergrund

Eine unmittelbar benachbarte Ölraffinerie hinterlässt ihre Spuren im größten Mangrovengebiet Indonesiens. Umweltchemiker und Ökologen fanden über 40 organische Schadstoffe, die größtenteils aus ölhaltigen Abwässern stammen.

Neue Mäusespezies: Sieben auf einen Streich

Grafik zeigt kleine Maus mit dunkelbraunem Fell, relativ langem Schwanz und großen Ohren

Tropische Gebirgsregionen sind ein Hort der unentdeckten Biodiversität, belegen Entdeckungen amerikanischer und philippinischer Forscher. Binnen weniger Jahre fanden sie auf zwei Inseln der Philippinen gleich sieben neue Spezies von Mäusen. Alle gehören der gleichen Gattung an, die damit auf einen Schlag um 70 Prozent wächst.

Gefährliche Artgenossen

Foto zeigt anschwimmenden Alligator, Kopf und Rücken nur teils aus dem Wasser ragend

Für junge Raubtiere können größere Artgenossen ein ernsthaftes Risiko darstellen. Das demonstrieren metallene Erkennungsmarken, die amerikanische Zoologen aus den Mägen von Alligatoren geborgen haben. Alljährlich dürften demnach etwa sieben Prozent der jungen Alligatoren von älteren erbeutet werden.

Klammheimliche Vielfalt

Foto zeigt Galago, kleinen pummeligen Primaten, nachts aufgenommen mit hell reflektierenden Augen

Obwohl das Zeitalter der großen Forschungsreisen längst vorüber ist, harren noch immer zahlreiche Tier- und Pflanzenarten der Entdeckung. Allein unter den Amphibien und den Säugetieren gibt es noch etwa 3.200 unentdeckte Spezies, schätzt eine internationale Forschergruppe. Mehr als die Hälfte dürfte in den tropischen und subtropischen Wäldern der Neuen Welt zu finden sein.

Umtriebige Hummeln

Nahaufnahme einer pelzigen Hummel auf einem kugeligen rosa-blauen Blütenstand, rechteckigen Sender mit langer Antenne am Hinterleib

Ungeachtet ihres pummeligen Erscheinungsbildes kommen Hummeln viel herum. Das belegt die funkgestützte Überwachung der Insekten durch eine deutsch-dänische Forschergruppe. Die Tiere bewältigen demnach kilometerlange Flüge und können binnen Tagen eine Fläche von mehr als 40 Hektar abdecken.

Wieder mehr Tiger in Indien

Foto zeigt Tiger, durch einen trockenen Wald schreitend

Die Zahl der in Indien lebenden Tiger ist in den letzten vier Jahren um rund ein Sechstel gewachsen. Das geht aus einem Bericht hervor, den die indische Regierung veröffentlicht hat. Auf dem Subkontinent dürften derzeit etwa 1.700 Vertreter der in ihrem Bestand stark gefährdeten Art leben – entsprechend gut der Hälfte der weltweiten Population.



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