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Themenarchiv für: Tierwelt

Zänkisch gewinnt – bei Murmeltieren

Foto zeigt Murmeltier mit grau-braunem Fell und aufgerissenem Maul mit gelblichen Nagerzähnen

Wie erfolgreich ein weibliches Murmeltier im Leben ist, hängt auch von seinen Geschwistern ab. Das haben Wiener Forscher nachweisen können. Weibchen aus einem Wurf mit besonders vielen männlichen Jungen sind demnach besonders durchsetzungsstark und können sich eher zum Oberhaupt einer Familiengruppe aufschwingen. Als Resultat haben sie auch besonders viele Nachkommen.

Thun frisst Thun

Makroaufnahme zeigt Fischlarve mit großem, silbrig schimmernden Auge, im transparenten Leib deutlich sichtbar eine kleinere Larve

Kannibalismus ist für junge Thunfische im negativen wie im positiven Sinn eine Frage des Überlebens, haben spanische und norwegische Forscher entdeckt. Bei verschiedenen Thunfischarten können sich die Larven demnach nur deshalb gut entwickeln, weil sie ihren Speiseplan durch kleinere Artgenossen ergänzen.

Der gute Ruf der Koalas

Portraitfoto eines Koalas mit grauem Fell, weißem Hals, puscheligen Ohren, dunkler Nase, Knopfaugen

Koalabären neigen zur Übertreibung, sind unter dem Strich aber ehrliche Zeitgenossen. Das hat eine österreichisch-australische Forschergruppe ermittelt. Wenn männliche Koalas vor allem in der Paarungszeit dumpfe Laute ausstoßen, können Rivalen und potenzielle Sexualpartnerinnen anhand des Klangs recht gut auf die Statur des Rufers schließen.

Winzlinge mit chemischer Keule

Makroaufnahme von kleinen braunen, kugelrunden Gliederfüßern, dicht an dicht gedrängt auf braun-grünem Untergrund

Hornmilben sind nicht nur gut gepanzert, sie schlagen potenzielle Fressfeinde auch mit einer chemischen Keule in die Flucht. Das haben Forscher in Tübingen und Graz erstmals demonstrieren können. Sobald potenzielle Fressfeinde mit einem öligen Sekret auf dem Rücken der Milben in Kontakt kommen, lassen sie schlagartig von ihrer Beute ab.

Grummelkonzert am Meeresgrund

Sehr buntes Wasserfarbenbild zweier entfernt garnelenartiger Krebse, einer den Kopf aus seinem Bau streckend

Quakende Frösche, zwitschernde Vögel und zirpende Grillen können regelrechte Konzerte anstimmen. Ein ähnliches Phänomen gibt es auch am Meeresgrund, hat eine amerikanische Biologin entdeckt. Große Fangschreckenkrebse produzieren demnach tiefe, an ein Grummeln erinnernde Laute und fallen sich dabei nicht selten gegenseitig ins Wort.

Vögel mit Grips nutzen den Wandel

Foto eines Eichelhähers, großer Vogel mit rostbraunem Gefieder, blau gestreiften Flügelbinden, im Gras

Vögel mit Grips haben besonders stark vom Fall des Eisernen Vorhangs profitiert. Das haben deutsche und tschechische Wissenschaftler bei einem Vergleich von 57 Vogelarten ermittelt. Indem sich die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse im Osten Deutschlands und in Tschechien änderten, haben demnach vor allem Vogelspezies mit relativ großem Gehirn wie Elster und Eichelhäher ihre Bestände ausbauen können.

Reaktionsstarke Blattläuse

Makroaufnahme zeigt hellgrüne Blattlaus ohne Flügel mit dunklen Punktaugen und kleinere Nachkommen auf einem Blatt

Evolutionäre Vorgänge benötigen nicht unbedingt Jahre oder Jahrhunderte, um ihre Wirkung zu entfalten, belegt eine Studie amerikanischer Biologen. Blattläuse können demnach binnen Tagen ihre Populationsstruktur verändern, wenn sie Konkurrenten oder Fressfeinden ausgesetzt sind – und so ihre Produktivität optimieren.

Gefährliche Mahlzeit für Wale

Foto zeigt Personen in einem Schlauchboot, mit einer Art überdimensionaler Angelrute hantierend, deren Ende über einem gerade eben die Meeresoberfläche durchbrechenden, großen Wal hängt

Winzige Krebse sind ein Grund dafür, dass eine ohnehin seltene Walart besonders häufig von Booten gerammt wird. Das haben amerikanische Meeresforscher bei Untersuchungen zum Verhalten des Atlantischen Nordkapers entdeckt. Beim Fressen kleiner Ruderfußkrebse schwimmen die Wale demnach stundenlang dicht unter der Wasseroberfläche – für Bootsführer praktisch unsichtbar, aber noch in Reichweite der Schiffsschrauben.

Schlangen mit Warndreieck

Fotografischer Blick von oben auf eine zusammengerollte Schlange, Kopf dreieckig und deutlich vom Körper abgesetzt

Selbst wehrlose Schlangen können ihren Fressfeinden mit einem einfachen Trick Respekt einflößen. Das belegen Tests mit mehreren Hundert Modellen aus Knete, die finnische Biologen durchgeführt haben. Wenn Nattern ihre Kiefer ausstellen und so den Kopf zu einem Dreieck verformen, sehen sie in den Augen eines hungrigen Greifvogels wie eine giftige Otter aus.

Ein Schnabel für heiße Tage

Foto zeigt kleinen Vogel mit hellbraun-dunkelbraun geschecktem Gefieder neben einem gelb blühenden Kraut

Wer nicht schwitzen kann, muss an heißen Tagen auf andere Weise für Kühlung sorgen. Vögel nutzen dafür ihren Schnabel, folgern amerikanische Forscher nach Messungen an knapp 1.400 Ammern. Je höher die Temperaturen im Brutgebiet der Vögel steigen, desto größer ist demnach die Oberfläche ihres Schnabels.

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