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Themenarchiv für: Meeresforschung

Kalkalgen: Dünneres Skelett bei Ozeanversauerung

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Algen der Gruppe Coccolithophoriden bilden ein dünneres Kalkskelett aus, wenn der pH-Wert im Meer sinkt. Damit reagieren sie auf die zunehmende Versauerung des Meerewassers durch zu viel Kohlendioxid. Die Veränderungen wirken sich auf den globalen Kohlenstoffhaushalt aus, denn die Algen beeinflussen den Austausch von Kohlendioxid zwischen Ozean und Atmosphäre.

Gefährliche Mahlzeit für Wale

Foto zeigt Personen in einem Schlauchboot, mit einer Art überdimensionaler Angelrute hantierend, deren Ende über einem gerade eben die Meeresoberfläche durchbrechenden, großen Wal hängt

Winzige Krebse sind ein Grund dafür, dass eine ohnehin seltene Walart besonders häufig von Booten gerammt wird. Das haben amerikanische Meeresforscher bei Untersuchungen zum Verhalten des Atlantischen Nordkapers entdeckt. Beim Fressen kleiner Ruderfußkrebse schwimmen die Wale demnach stundenlang dicht unter der Wasseroberfläche – für Bootsführer praktisch unsichtbar, aber noch in Reichweite der Schiffsschrauben.

Meeresspiegel: Seit 130 Jahren schnell gestiegen

Wellen treffen auf die Küste

Seit Beginn der Industrialisierung ist der Meeresspiegel schneller gestiegen als in den rund zweitausend Jahren davor. Darauf deuten Ablagerungen an der US-Atlantikküste hin, die eine internationale Gruppe von Klimaforschern untersucht hat. Umstritten ist, ob sich daraus Vorhersagen ableiten lassen.

Meereswirbel mischen die Tiefsee auf

Foto zeigt Krabbe und kleine Napfschnecken in einem Wald von Bartwurmröhren, allesamt fahlweiß gefärbt

Die Tiefsee ist sehr viel wetterfühliger als gemeinhin angenommen. Entsprechende Beobachtungen präsentieren amerikanische und französische Forscherinnen im Magazin “Science”. Große Wirbel an der Meeresoberfläche können demnach selbst in mehr als zwei Kilometern Wassertiefe starke Strömungen hervorrufen – und so für eine rasche Verteilung von Wärme, Mineralien und Lebewesen sorgen.

Moostierchen verknüpfen Ozon und Kohlendioxidd

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In den Gewässern der Antarktis scheint das Plankton seit einiger Zeit besonders gut zu gedeihen. Darauf deuten Kolonien von Moostierchen hin, die teils während der Expeditionen des britischen Polarforschers Scott vor gut einhundert Jahren gesammelt worden waren. Eine internationale Forschergruppe hat ermittelt, dass sich das Wachstum der Planktonfresser seit etwa zwei Jahrzehnten beschleunigt.

Korallen haben zähe Larven

Foto zeigt verschiedene, dicht an dicht wachsende Korallen im lichtdurchfluteten, azurblauen Wasser

So eindrucksvoll Korallenriffe sind, so zart wirken die Larven der Korallen. Die Winzlinge verfügen allerdings über erstaunliche Ausdauer, haben zwei australische Meeresbiologen entdeckt. Obgleich sie nur aus zwei Zellschichten bestehen, können manche Larven mehrere Monate lang im Meer treiben und dann immer noch den Grundstock für eine neue Kolonie legen.

Fische streunen nach Gehör

Foto zeigt kleinen dunkelblauen Fisch vor leuchtend orangeroter Fächerkoralle

Wenn junge Fische eine dauerhafte Bleibe suchen, lassen sie sich auch von ihrem Gehör leiten. Das belegen Experimente neuseeländischer und englischer Meeresbiologen. Tonaufnahmen des Treibens in verschiedenen Riffen locken demnach vor allem solche Fischarten an, die den jeweiligen Rifftyp auch natürlicherweise als Lebensraum bevorzugen.

Beifang: Folgenschwere Familienbande

Grafik zeigt schlanken, hellbraun gefärbten Delfin mit langer dünner Schnauze

Fischern gehen nicht nur die gewünschten Fischarten ins Netz oder an den Haken, sondern auch Haie, Meeresschildkröten und Delfine. Für die sozialen Meeressäuger stellt dieser Beifang ein besonderes Problem dar, demonstrieren Untersuchungen amerikanischer und argentinischer Forscher. Im Falle des La-Plata-Delfins trifft es demnach oft verwandte Individuen sowie Paare aus Männchen und Weibchen.

Strömung schafft Vielfalt

Foto zeigt mit einem dichten, bunten Polster unterschiedlicher Organismen besiedelten Meeresboden

Wo ein reges Kommen und Gehen herrscht, da ist auch die biologische Vielfalt hoch. Diesen Zusammenhang haben amerikanische Ökologen am Beispiel verschiedener Meeresküsten nachweisen können. An Stellen mit einer starken Strömung kann sich demnach eine besonders artenreiche Fauna am Meeresgrund ansiedeln.

Narwale als lebende Thermometer

Foto zeigt drei Narwale, bei einem ragt der lange, spiralig gedrehte Stoßzahn aus dem Wasser, an der Meeresoberfläche

Narwale lassen sich einsetzen, um die Bedingungen in schwer zugänglichen Meeresregionen zu erkunden. Entsprechende Versuche haben amerikanische und grönländische Forscher angestellt. Mit kleinen Sensoren samt Funksendern versehen, lieferten die Tiere detaillierte Temperaturdaten aus dem von Packeis bedeckten Meer zwischen Grönland und Kanada.

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