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Themenarchiv für: Meeresforschung

Seegurken düngen Korallen

Foto zeigt ungefähr armlange, dunkelgraue Seegurke auf sandigem Meeresboden zwischen Algen

Seegurken spielen eine wichtige Rolle für den Erhalt der Korallenriffe. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Forschergruppe nach Labortests und Messungen in tropischen Riffen. Die alkalischen und kalziumhaltigen Ausscheidungen der Tiere helfen den Korallen demnach, ihr Kalkskelett zu stabilisieren.

Anatomie eines Schwarms

Grafik zeigt Silhouette der australischen Ostküste, Wassertemperaturen farbig codiert, Ostaustralstrom als warmes Band von Nord nach Süd

Wenn im Meer Licht und Nährstoffe zusammenkommen, kann das Leben schnell reagieren. Einen besonderen Fall einer solchen Massenvermehrung haben australische Forscher im Detail studieren können. Indem ein großer Wirbel nährstoffreiches Wasser dicht unter der Meeresoberfläche einschloss, wurde er zur Brutstätte für einzellige Algen und die zugehörigen „Weidetiere“.

Warme Oasen im Eismeer

Foto zeigt von weißen Krabben dicht an dicht bedeckten Meeresgrund mit dunklem Gestein

Am Grund des Südpolarmeers gibt es Oasen, in denen es von exotischem Leben nur so wimmelt. Das haben europäische und amerikanische Forscher entdeckt. Mithilfe von druckfesten Kameras und Tauchrobotern fanden sie untermeerische Quellen, aus denen mehr als 380 Grad Celsius heißes Wasser voller Schwefelwasserstoff austritt und in deren Umgebung fremdartige Tiergemeinschaften gedeihen.

Klimawandel: Reaktionsträge Schelfmeere

Foto zeigt metallisch wirkendes Meer mit Eisschollen unter wolkenverhangenem Himmel

Hohe Konzentrationen des Treibhausgases Methan im Nordpolarmeer vor Sibirien sind nicht unbedingt eine Folge des derzeitigen Klimawandels. Zu diesem Schluss kommen deutsche, russische und kanadische Forscher. Ihrer Ansicht nach geht die jüngst beobachtete Übersättigung des Meerwassers mit Methan eher auf die schlagartige Erwärmung des Untergrunds gegen Ende der letzten Eiszeit zurück.

Wettlauf mit dem Klimawandel

Unterwasseraufnahme eines dichten Schwarms gelb gestreifter Fische mit hellem Kopf und dunklen Augen vor tiefblauem Hintergrund

In den Weltmeeren steigen die Temperaturen langsamer als an Land. Dennoch könnte es für das Leben im Meer besonders schwierig sein, mit dem Klimawandel Schritt zu halten, lassen Berechnungen einer internationalen Forschergruppe vermuten. Da in den Ozeanen vergleichsweise stete Bedingungen herrschen, entspricht dort schon eine geringe Temperaturveränderung einer raschen geografischen und jahreszeitlichen Verlagerung.

Thun frisst Thun

Makroaufnahme zeigt Fischlarve mit großem, silbrig schimmernden Auge, im transparenten Leib deutlich sichtbar eine kleinere Larve

Kannibalismus ist für junge Thunfische im negativen wie im positiven Sinn eine Frage des Überlebens, haben spanische und norwegische Forscher entdeckt. Bei verschiedenen Thunfischarten können sich die Larven demnach nur deshalb gut entwickeln, weil sie ihren Speiseplan durch kleinere Artgenossen ergänzen.

Grummelkonzert am Meeresgrund

Sehr buntes Wasserfarbenbild zweier entfernt garnelenartiger Krebse, einer den Kopf aus seinem Bau streckend

Quakende Frösche, zwitschernde Vögel und zirpende Grillen können regelrechte Konzerte anstimmen. Ein ähnliches Phänomen gibt es auch am Meeresgrund, hat eine amerikanische Biologin entdeckt. Große Fangschreckenkrebse produzieren demnach tiefe, an ein Grummeln erinnernde Laute und fallen sich dabei nicht selten gegenseitig ins Wort.

Taifune treffen auf geschwächte Ökosysteme

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Keine Region der Welt wird statistisch so oft von Stürmen heimgesucht wie die Insel Hainan an der Südküste Chinas. Im Schnitt treten dort achtmal jährlich Taifune auf. Besonders heftig fiel der Sturm Kammuri Anfang August 2008 aus. Seine Auswirkungen auf die Ökosysteme haben Forscher des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie unmittelbar nach dem Auftreffen des Sturms untersucht.

Kalkalgen: Dünneres Skelett bei Ozeanversauerung

Kalkalgen_Nature_515

Algen der Gruppe Coccolithophoriden bilden ein dünneres Kalkskelett aus, wenn der pH-Wert im Meer sinkt. Damit reagieren sie auf die zunehmende Versauerung des Meerewassers durch zu viel Kohlendioxid. Die Veränderungen wirken sich auf den globalen Kohlenstoffhaushalt aus, denn die Algen beeinflussen den Austausch von Kohlendioxid zwischen Ozean und Atmosphäre.

Gefährliche Mahlzeit für Wale

Foto zeigt Personen in einem Schlauchboot, mit einer Art überdimensionaler Angelrute hantierend, deren Ende über einem gerade eben die Meeresoberfläche durchbrechenden, großen Wal hängt

Winzige Krebse sind ein Grund dafür, dass eine ohnehin seltene Walart besonders häufig von Booten gerammt wird. Das haben amerikanische Meeresforscher bei Untersuchungen zum Verhalten des Atlantischen Nordkapers entdeckt. Beim Fressen kleiner Ruderfußkrebse schwimmen die Wale demnach stundenlang dicht unter der Wasseroberfläche – für Bootsführer praktisch unsichtbar, aber noch in Reichweite der Schiffsschrauben.



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