Korallenfriedhöfe in der Tiefsee
19. März 2008
Mehrere Korallenfriedhöfe haben Bremer Wissenschaftler vor der südspanischen Atlantikküste entdeckt. Am Grund der Tiefsee fanden die Forscher bis zu 20 Meter hohe Hügel aus Korallenschutt. Die Ursache für das Absterben der empfindlichen Kolonien vermuten sie in natürlichen Umweltveränderungen. Lesen
Ostsee: Schwächster Eiswinter seit 1720
5. März 2008
Der Winter 2007/2008 könnte im Ostseeraum als der seit Jahrhunderten eisärmste Winter in die Geschichte eingehen. Laut Mitteilung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) liegt die Eisausdehnung in diesem Winter noch unter den Werten der als besonders mild geltenden Winter 1960/1961 und 1988/1989. Lesen
“Junk Food” lässt Tölpelküken darben
13. Februar 2008
Fischereischiffe auf hoher See werden oft von Scharen von Vögeln begleitet. Für die Tiere sind die reichlich anfallenden Fischereiabfälle jedoch ein zweischneidiges Schwert, haben französische und südafrikanische Biologen ermittelt. Ausgewachsene Kaptölpel kommen mit dem “Junk Food” zwar bequem über die Runden. Sobald sie Nestlinge versorgen müssen, macht sich jedoch der geringe Nährwert der Abfälle bemerkbar. Lesen
Mehr Hurrikane kein Zeichen für Klimawandel
15. Januar 2008
Die Rekordzahl an karibischen Hurrikanen im Jahr 2005 kann nicht als Indiz für den Klimawandel gesehen werden. Nicht die vom Menschen angestoßene globale Erwärmung, sondern natürliche Klimaschwankungen waren wahrscheinlich für die Stürme verantwortlich. Darauf deuten Analysen von Korallendaten hin, die Kieler Forscher vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) jetzt vorgelegt haben.
An einem Korallenstock der Art Diploria strigosa werden Proben genommen. Foto: M. Pfeiffer, IFM-GEOMAR
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Rekorderwärmung in Nord- und Ostsee
19. November 2007
Die Wassertemperaturen in Nord- und Ostsee sind in den letzten 20 Jahren rascher gestiegen als jemals zuvor seit Beginn der Messungen. Das hat eine deutsche Forscherin gemeinsam mit einem dänischen Kollegen ermittelt. Wahrscheinlich eine Folge des Klimawandels, dürfte die Veränderung der Umweltbedingungen nicht ohne Folgen für die Tierwelt bleiben.
Gemessen am Wasservolumen, ist die Ostsee etwa halb so groß wie die Nordsee. Ihre einzige Verbindung mit dem salzigen Meer stellen Kattegat bzw. Skagerrak dar. Bild: ESA Lesen
Mikrosensoren überwachen Korallen
4. September 2007
Die Einflüsse, denen Korallen ausgesetzt sind, können Forscher jetzt direkt an den Blumentieren messen. Ein entsprechendes Gerät hat eine Max-Planck-Forscherin aus Bremen entwickelt. Ihr so genannter Mikrosensor-Profiler kann direkt vor die Mundöffnung eines Korallenpolypen positioniert werden und sammelt dann kontinuierlich Messdaten. Die neue Technik hat bereits Hinweise zum Korallensterben im australischen Great Barrier Reef geliefert.
Die Forscherin Miriam Weber bei der Installation ihrer Messtechnik.
Foto: Christian Lott, MPI Bremen
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Rotalgen als Klimaarchiv
2. August 2007
Die Kalkskelette abgestorbener Rotalgen können Klimaforschern einen Blick in die Vergangenheit eröffnen. Das Wetter ihrer Zeit speichern die Algen in der chemischen Zusammensetzung und der Isotopensignatur ihrer Kalkskelette, sagen Geochemiker der Universität Göttingen. Sie konnten an einem mehr als 100 Jahre alten Exemplar nachweisen, dass sich das Wetter-Phänomen El Niño auch auf das ozeanographisch-meteorologische System des subarktischen Nordpazifik auswirkt und damit eine bislang nicht bekannte Fernwirkung entfaltet.

Von Seeigeln und Tang besiedelte Rotalgen. Foto: Universität Göttingen
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Südatlantische Tiefsee wird wärmer
31. Juli 2007
Die globale Meereserwärmung hat möglicherweise die Tiefsee erreicht. Darauf deuten Messungen im Vema-Kanal hin, einem Canyon zwischen dem Argentinischen und Brasilianischen Becken in 4.500 Metern Tiefe. Deutsche und russische Forscher vermuten Auswirkungen auf die Ozeanzirkulation. Lesen


