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Themenarchiv für: Klima

Schnecken verblüffen bei Mitmach-Projekt

Foto zeigt kleine Schnecke mit gelbem Haus, einfacher Bänderung, auf knallgrüner moosiger Unterlage

Überraschende Resultate hat ein großangelegtes Forschungsprojekt erbracht, an dem sich mehrere Tausend Freiwillige in 15 europäischen Staaten beteiligt haben. Die Erfassung von mehr als einer halben Million Schnecken ergab, dass helle Schneckenhäuser in den letzten Jahrzehnten nicht häufiger geworden sind – anders als angesichts der gestiegenen Temperaturen erwartet.

Bakterien schützen Zecken vor Austrocknung

REM-Aufnahme zeigt Zecke mit flachem Körper und spitz zulaufenden Mundwerkzeugen

Wenn Zecken beißen, können sie bakterielle Krankheitserreger auf den Menschen übertragen. Für die Blutsauger selbst bringen die Bakterien sogar Vorteile mit sich, zeigen Experimente zweier schweizerischer Forscherinnen. Infizierte Zecken sind demnach besonders widerstandsfähig gegenüber Hitze und Trockenheit.

Moostierchen verknüpfen Ozon und Kohlendioxidd

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In den Gewässern der Antarktis scheint das Plankton seit einiger Zeit besonders gut zu gedeihen. Darauf deuten Kolonien von Moostierchen hin, die teils während der Expeditionen des britischen Polarforschers Scott vor gut einhundert Jahren gesammelt worden waren. Eine internationale Forschergruppe hat ermittelt, dass sich das Wachstum der Planktonfresser seit etwa zwei Jahrzehnten beschleunigt.

Schmelzwasser könnte Gletscher bremsen

Foto zeigt hellblau erscheinendes Schmelzwasser, das durch ein Loch in der weißen Eisdecke rauscht

Der Eispanzer Grönlands kann den steigenden Temperaturen vielleicht besser trotzen als befürchtet. Diesen Schluss legt die Beobachtung eines verblüffenden Rückkopplungseffekts durch britische und belgische Forscher nahe. In Jahren mit hohen Sommertemperaturen beschleunigen die Gletscher am Rand des Eisschildes demnach weniger stark als in mäßig warmen Jahren.

Wald aus dem Eis

Foto zeigt Wurzelwerk, halb freigelegt in altem kargem Boden

Einen vor Jahrmillionen eingefrorenen Wald haben amerikanische Forscher im äußersten Norden Kanadas freigelegt. Unter Erdreich begraben und von der eisigen Kälte konserviert, kommen die alten Bäume infolge des Klimawandels wieder ans Tageslicht und beginnen zu verrotten.

Narwale als lebende Thermometer

Foto zeigt drei Narwale, bei einem ragt der lange, spiralig gedrehte Stoßzahn aus dem Wasser, an der Meeresoberfläche

Narwale lassen sich einsetzen, um die Bedingungen in schwer zugänglichen Meeresregionen zu erkunden. Entsprechende Versuche haben amerikanische und grönländische Forscher angestellt. Mit kleinen Sensoren samt Funksendern versehen, lieferten die Tiere detaillierte Temperaturdaten aus dem von Packeis bedeckten Meer zwischen Grönland und Kanada.

Vulkan lässt Plankton blühen

Satellitengrafik zeigt Aleuten-Inselbogen und Golf von Alaska, über dem blauen Meer die mäandrierende, gelb-grüne Aschewolke

Die Ursache einer außergewöhnlichen Planktonblüte haben kanadische und amerikanische Forscher ermitteln können. Als im August 2008 der Nordostpazifik förmlich ergrünte, war der Grund die wie Mineraldünger wirkende Asche eines Vulkanausbruchs. Die umfangreichen Messdaten wecken allerdings neue Zweifel an der Idee, den Treibhauseffekt durch die gezielte Düngung der Weltmeere einzudämmen.

Acker und Gras kühlen schneller

Waldrand an einer Weide

Wälder haben bei sommerlichen Hitzewellen anfangs keinen kühlenden Effekt, sondern heizen die Atmosphäre sogar zusätzlich auf. Gras- und Ackerflächen dagegen tragen zu Beginn einer Hitzewelle, wenn die Bodenfeuchte noch hoch ist, wesentlich mehr zur Kühlung durch Verdunstung bei. Bisher ging man davon aus, dass Wälder eine wichtigere Rolle spielen, da Bäume durch tiefere Wurzeln an mehr Wasser gelangen.

Korallensterben im Indischen Ozean

Foto zeigt kalkweiße, geweihartige Korallenskelette in flachem, blassblauen Wasser

Im Indischen Ozean ist möglicherweise ein großflächiges Absterben von Korallen im Gange. Eine entsprechende Warnung geben amerikanische, australische und indonesische Forscher aus. Nach einer starken Erwärmung der Andamanensee ist dort ein Ausbleichen und nachfolgendes Absterben von stellenweise mehr als 60 Prozent aller Korallen zu beobachten.

Mehr Treibhausgas aus Seen

Foto zeigt drei Plexiglasröhren mit Sedimentkernen und Wasser am üppig bewachsenen Ufer eines kleinen Sees

Einen weiteren Rückkopplungseffekt im globalen Kohlenstoffkreislauf haben schwedische Forscher nachweisen können. Indem die Temperaturen in höheren Breiten steigen, sinkt die Effizienz der dortigen Seen als Kohlenstoffspeicher. Vielmehr werden tote Organismen und Pflanzenreste im Sediment verstärkt von Mikroben verwertet, wobei die Treibhausgase Kohlendioxid und Methan freigesetzt werden.

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