Scienceticker Astro Scienceticker.info
Themenarchiv für: Klima

Antarktische Flora reagiert auf Klimawandel

Foto zeigt dichten grünen Moosteppich auf hellem Gestein, das an einigen Stellen durchblitzt

Der Klimawandel macht sich in der Antarktis stärker bemerkbar als bislang angenommen. Entsprechende Resultate liefern Untersuchungen australischer Biologen und Kernphysiker. Anhand von Kohlenstoff aus Kernwaffentests konnten sie nachweisen, dass sich die Wachstumsgeschwindigkeit antarktischer Moose in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert hat.

Klimawandel: Reaktionsträge Schelfmeere

Foto zeigt metallisch wirkendes Meer mit Eisschollen unter wolkenverhangenem Himmel

Hohe Konzentrationen des Treibhausgases Methan im Nordpolarmeer vor Sibirien sind nicht unbedingt eine Folge des derzeitigen Klimawandels. Zu diesem Schluss kommen deutsche, russische und kanadische Forscher. Ihrer Ansicht nach geht die jüngst beobachtete Übersättigung des Meerwassers mit Methan eher auf die schlagartige Erwärmung des Untergrunds gegen Ende der letzten Eiszeit zurück.

Wettlauf mit dem Klimawandel

Unterwasseraufnahme eines dichten Schwarms gelb gestreifter Fische mit hellem Kopf und dunklen Augen vor tiefblauem Hintergrund

In den Weltmeeren steigen die Temperaturen langsamer als an Land. Dennoch könnte es für das Leben im Meer besonders schwierig sein, mit dem Klimawandel Schritt zu halten, lassen Berechnungen einer internationalen Forschergruppe vermuten. Da in den Ozeanen vergleichsweise stete Bedingungen herrschen, entspricht dort schon eine geringe Temperaturveränderung einer raschen geografischen und jahreszeitlichen Verlagerung.

Taifune treffen auf geschwächte Ökosysteme

kammuri_nasa_515

Keine Region der Welt wird statistisch so oft von Stürmen heimgesucht wie die Insel Hainan an der Südküste Chinas. Im Schnitt treten dort achtmal jährlich Taifune auf. Besonders heftig fiel der Sturm Kammuri Anfang August 2008 aus. Seine Auswirkungen auf die Ökosysteme haben Forscher des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie unmittelbar nach dem Auftreffen des Sturms untersucht.

Kalkalgen: Dünneres Skelett bei Ozeanversauerung

Kalkalgen_Nature_515

Algen der Gruppe Coccolithophoriden bilden ein dünneres Kalkskelett aus, wenn der pH-Wert im Meer sinkt. Damit reagieren sie auf die zunehmende Versauerung des Meerewassers durch zu viel Kohlendioxid. Die Veränderungen wirken sich auf den globalen Kohlenstoffhaushalt aus, denn die Algen beeinflussen den Austausch von Kohlendioxid zwischen Ozean und Atmosphäre.

Ein Schnabel für heiße Tage

Foto zeigt kleinen Vogel mit hellbraun-dunkelbraun geschecktem Gefieder neben einem gelb blühenden Kraut

Wer nicht schwitzen kann, muss an heißen Tagen auf andere Weise für Kühlung sorgen. Vögel nutzen dafür ihren Schnabel, folgern amerikanische Forscher nach Messungen an knapp 1.400 Ammern. Je höher die Temperaturen im Brutgebiet der Vögel steigen, desto größer ist demnach die Oberfläche ihres Schnabels.

Meeresspiegel: Seit 130 Jahren schnell gestiegen

Wellen treffen auf die Küste

Seit Beginn der Industrialisierung ist der Meeresspiegel schneller gestiegen als in den rund zweitausend Jahren davor. Darauf deuten Ablagerungen an der US-Atlantikküste hin, die eine internationale Gruppe von Klimaforschern untersucht hat. Umstritten ist, ob sich daraus Vorhersagen ableiten lassen.

Meereswirbel mischen die Tiefsee auf

Foto zeigt Krabbe und kleine Napfschnecken in einem Wald von Bartwurmröhren, allesamt fahlweiß gefärbt

Die Tiefsee ist sehr viel wetterfühliger als gemeinhin angenommen. Entsprechende Beobachtungen präsentieren amerikanische und französische Forscherinnen im Magazin “Science”. Große Wirbel an der Meeresoberfläche können demnach selbst in mehr als zwei Kilometern Wassertiefe starke Strömungen hervorrufen – und so für eine rasche Verteilung von Wärme, Mineralien und Lebewesen sorgen.

Schnecken verblüffen bei Mitmach-Projekt

Foto zeigt kleine Schnecke mit gelbem Haus, einfacher Bänderung, auf knallgrüner moosiger Unterlage

Überraschende Resultate hat ein großangelegtes Forschungsprojekt erbracht, an dem sich mehrere Tausend Freiwillige in 15 europäischen Staaten beteiligt haben. Die Erfassung von mehr als einer halben Million Schnecken ergab, dass helle Schneckenhäuser in den letzten Jahrzehnten nicht häufiger geworden sind – anders als angesichts der gestiegenen Temperaturen erwartet.

Bakterien schützen Zecken vor Austrocknung

REM-Aufnahme zeigt Zecke mit flachem Körper und spitz zulaufenden Mundwerkzeugen

Wenn Zecken beißen, können sie bakterielle Krankheitserreger auf den Menschen übertragen. Für die Blutsauger selbst bringen die Bakterien sogar Vorteile mit sich, zeigen Experimente zweier schweizerischer Forscherinnen. Infizierte Zecken sind demnach besonders widerstandsfähig gegenüber Hitze und Trockenheit.



Copyright © 2011 by Stefan Jacobasch und Carsten Meinke (Impressum) | Template by Gabfire themes
Real Time Web Analytics