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Themenarchiv für: Fischerei

Versauerung gefährdet Dorsche

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Die Versauerung der Meere macht Fischlarven das Leben schwer. Das hat eine internationale Forschergruppe beim Dorsch-Nachwuchs nachweisen können. In Versuchstanks setzte sie Fischlarven jenen Konzentrationen an Kohlendioxid aus, die zukünftig in den natürlichen Lebensräumen der Dorsche erwartet werden.

Kapital Hai

Foto zeigt im flachen Wasser ankerndes Boot, darunter ein Taucher mit Kamera und im Vordergrund ein grauer Hai mit weißer Unterseite

Haie sind lebendig sehr viel wertvoller als tot. Dieses Fazit ziehen amerikanische Wissenschaftler nach einer Bestandsaufnahme des Hai-Ökotourismus. Mit einem lebenden Hai lassen sich demnach täglich Einnahmen in Höhe von gut 50 Euro erzielen – der Verkauf seiner Flossen würde dagegen einmalig etwa 35 Euro erbringen.

Fische streunen nach Gehör

Foto zeigt kleinen dunkelblauen Fisch vor leuchtend orangeroter Fächerkoralle

Wenn junge Fische eine dauerhafte Bleibe suchen, lassen sie sich auch von ihrem Gehör leiten. Das belegen Experimente neuseeländischer und englischer Meeresbiologen. Tonaufnahmen des Treibens in verschiedenen Riffen locken demnach vor allem solche Fischarten an, die den jeweiligen Rifftyp auch natürlicherweise als Lebensraum bevorzugen.

Beifang: Folgenschwere Familienbande

Grafik zeigt schlanken, hellbraun gefärbten Delfin mit langer dünner Schnauze

Fischern gehen nicht nur die gewünschten Fischarten ins Netz oder an den Haken, sondern auch Haie, Meeresschildkröten und Delfine. Für die sozialen Meeressäuger stellt dieser Beifang ein besonderes Problem dar, demonstrieren Untersuchungen amerikanischer und argentinischer Forscher. Im Falle des La-Plata-Delfins trifft es demnach oft verwandte Individuen sowie Paare aus Männchen und Weibchen.

Korallensterben im Indischen Ozean

Foto zeigt kalkweiße, geweihartige Korallenskelette in flachem, blassblauen Wasser

Im Indischen Ozean ist möglicherweise ein großflächiges Absterben von Korallen im Gange. Eine entsprechende Warnung geben amerikanische, australische und indonesische Forscher aus. Nach einer starken Erwärmung der Andamanensee ist dort ein Ausbleichen und nachfolgendes Absterben von stellenweise mehr als 60 Prozent aller Korallen zu beobachten.

Seehunde gebären früher

Foto zeigt junge und ältere Seehunde auf einer vom Meer umspielten Sandbank

Die Seehunde im Wattenmeer bringen ihre Jungen heute fast vier Wochen früher zur Welt als in den 70er-Jahren. Das haben niederländische Zoologen anhand der Daten von Luftbeobachtungen ermittelt. Einen möglichen Grund sehen sie ausgerechnet in der starken Befischung der Nordsee.

Parasiten: Durchblick geht ins Auge

Frontalaufnahme eines kleinen bräunlichen Fisches mit bulldoggenähnlichem Maul, großem Auge

Fische zahlen einen hohen Preis für den ungetrübten Blick auf die Welt, haben kanadische Forscher entdeckt. Bedingt durch die schwache Immunreaktion im Auge, kann sich eine breite Palette parasitischer Wurmlarven in der Linse von Süßwasserfischen einnisten.

Kosmopoliten im Korallenriff

Foto zeigt bandartige durchsichtige Fischlarve im tiefblauen Meer

Rifffische haben einiges mit dem Löwenzahn und anderen Pflanzen gemein: Als Erwachsene an einem Ort verwurzelt, können sie ihre Nachkommen über große Entfernungen verbreiten. Die Effektivität dieser Methode belegt eine Studie amerikanischer Meeresbiologen. In genetischer Hinsicht unterscheiden sich Muränen vor Ostafrika demnach kaum von Artgenossen vor der Pazifikküste Mittelamerikas.

Blauwale tönen tiefer

Foto zeigt Blauwal, von hinten gesehen, die Meeresoberfläche dürchpflügend, große Bugwelle, Spritzlöcher

Die Gesänge der Blauwale sind in den letzten Jahrzehnten immer tiefer geworden, haben amerikanische Forscher ermittelt. Das Phänomen könnte ein gutes Zeichen sein: Aufgrund der wachsenden Bestände seit dem Verbot des Walfangs müssen sich die Männchen vielleicht weniger anstrengen, um sich bei potenziellen Partnerinnen Gehör zu verschaffen.

Volle Schnäbel, leeres Meer

Foto zeigt zahlreiche langhalsige Vögel mit schwarzem Gefieder, weißer Brust, auf Felsklippen, im Hintergrund tiefblaues Meer

Wenn sich Abertausende Seevögel auf dem gleichen Eiland zum Brüten einfinden, kann das umliegende Meeresgebiet extrem beansprucht werden. Das belegen Beobachtungen kanadischer und italienischer Forscher. Indem sich die Altvögel bemühen, ihre Küken satt zu bekommen, zeitigen sie ähnliche Effekte wie eine ungebremst operierende Fangflotte.



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