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Themenarchiv für: Atmosphäre

Messcontainer auf großer Fahrt

Foto zeigt weiß-blauen Container, einige Personen vor seiner geöffneten Tür stehend

Containerschiffe können künftig Wissenschaft betreiben – und das auch ohne speziell geschulte Besatzung. Kieler und Leipziger Leibniz-Forscher haben einen Messcontainer entwickelt, der die Luft selbsttätig bis in größte Höhen vermisst und so hilft, das Wechselspiel von Ozean und Atmosphäre zu verstehen. Die erste große Testfahrt des Systems beginnt Mitte Oktober und führt in die Antarktis und zurück.

Methanfahnen im Polarmeer beobachtet

Grafik zeigt Sonarbild der Gasfahnen als rote, grün geränderte Zacken vor schwarzblauem Hintergrund

Am Meeresgrund lagern große Vorräte des Treibhausgases Methan, die bei einer Erwärmung des Meerwassers instabil werden. Die möglichen Folgen dieses Prozesses haben englische und deutsche Wissenschaftler vor Spitzbergen studieren können. In einem kleinen Meeresgebiet zählten sie mehr als 250 Fahnen von Gasbläschen, die vom Meeresgrund aufstiegen.

Mobilfunk misst Luftfeuchte

Foto zeigt in die Wolken ragenden Mast mit drei Antennen als senkrecht stehenden Zylindern

Der Mobilfunk macht Menschen nicht nur permanent erreichbar, er könnte auch bei der Wettervorhersage helfen. Israelische Forscher haben ermittelt, dass die Abschwächung der Funksignale zwischen den Basisstationen mit der Luftfeuchtigkeit zwischen ihnen schwankt. Die ohnehin von den Netzbetreibern erhobenen Daten könnten daher helfen, Niederschläge kleinräumig vorherzusagen.

Gehaltvoller Geleeregen

Foto zeigt Rohrleitung am schlammigen Meeresgrund, links und rechts davon bleiche wurstförmige bzw. rötliche scheibenförmige Gebilde

An Geleeklumpen erinnernde Tiere stellen ein wichtiges Bindeglied im globalen Kohlenstoffkreislauf dar. Diese Ansicht bekräftigen Untersuchungen eines englisch-deutschen Forscherduos. Vor der westafrikanischen Küste beobachteten die Wissenschaftler, wie Myriaden sterbender Salpen zu Boden sanken – und damit große Mengen organischen Kohlenstoffs.

Feuchtgebiete beschleunigten Ende der Eiszeit

Foto zeigt drei Männer, zwei mit Kettensägen, in einer rechteckigen Grube im Eis stehend

Indem die Weiten Nordsibiriens und Kanadas auftauen, könnte der globale Klimawandel zusätzlich an Schwung gewinnen. Diese Ansicht stützen Untersuchungen einer internationalen Forschergruppe auf Grönland. Ein jäher Temperaturanstieg gegen Ende der letzten Eiszeit scheint demnach durch Methan aus Feuchtgebieten verstärkt worden zu sein.

Permafrost in Aufruhr

Mikroskopaufnahme zeigt helle und dunkle Kügelchen in einer Art Schleimmasse

Die Permafrostböden der Erde könnten stärker auf steigende Temperaturen reagieren als gemeinhin angenommen. Forscher aus Potsdam und Hamburg haben ermittelt, dass sich mit der Temperatur die Zusammensetzung der Mikroflora im Boden ändert – einschließlich der Produzenten des Treibhausgases Methan.

Eissee wird angezapft

Satellitenbild zeigt graue, unregelmäßig geformte Oberfläche mit zwei glatten, länglichen und etwas dunkleren Bereichen

Britische Wissenschaftler wollen einen antarktischen Eissee anbohren, der seit Zehntausenden von Jahren keinen direkten Kontakt mit der Umwelt hat. Die Mittel für das Vorhaben hat die zuständige Forschungsbehörde NERC bewilligt. Im Winter 2012/13 sollen die ersten Proben aus dem Lake Ellsworth entnommen werden.

Alte Wälder kontern Klimawandel

Foto zeigt weißes Messinstrument, aufgebaut aus mehreren Röhren, hoch über einem Nadelwald, der sich bis zum Horizont erstreckt, dort ein wolkenverhangener Berg

Nicht nur junge, auch alte Wälder entziehen der Atmosphäre langfristig Kohlendioxid. Dieses Fazit ziehen europäische und amerikanische Forscher nach der Auswertung von Daten aus über 519 Wäldern. Selbst mehr als 300 Jahre alte Waldflächen erwiesen sich dabei mehrheitlich als Senken für das Treibhausgas.

Stürmische Abfuhr

Foto zeigt einen Jeep, im bräunlichen Wasser eines angeschwollenen Flusses liegend

Ein Wirbelsturm kann binnen kurzer Zeit immense Mengen von Kohlenstoff vom Land ins Meer verfrachten. Das belegen Messungen, die amerikanische und taiwanische Geowissenschaftler angestellt haben. Während sich ein Taifun über der Insel Taiwan austobte, schwemmte ein von den Forschern studierter Fluss ebenso viel Kohlenstoff fort wie in der übrigen Zeit des Jahres.

Sauberere Luft, mehr Sonne

erdesonne

In den letzten Jahrzehnten sind die Temperaturen in Europa stärker gestiegen, als aufgrund der Ansammlung von Treibhausgasen erwartet worden war. Die Erklärung für dieses Phänomen liegt in Umweltschutzmaßnahmen, lässt eine Studie Schweizer Atmosphärenforscher vermuten. Schwebeteilchen in der Luft blocken demnach überraschend viel Sonnenlicht ab, berichtet das Magazin “New Scientist” in seiner neuen Ausgabe.

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