Scienceticker Astro Scienceticker.info
Themenarchiv für: Atmosphäre

Pinguine schwimmen der Nase nach

Foto zeigt kleinen schwarz-weiß gezeichneten Pinguin am Meeresstrand

Pinguine können riechen, wo es vielversprechende Jagdgründe gibt. Entsprechende Resultate liefern Experimente südafrikanischer Ornithologen. Auf dem Meer treibende Miniatur-Ölfilme locken demnach auffallend viele Brillenpinguine an, wenn sie mit einer Schwefelverbindung aus Planktonalgen aromatisiert sind.

Moostierchen verknüpfen Ozon und Kohlendioxidd

antarktis2

In den Gewässern der Antarktis scheint das Plankton seit einiger Zeit besonders gut zu gedeihen. Darauf deuten Kolonien von Moostierchen hin, die teils während der Expeditionen des britischen Polarforschers Scott vor gut einhundert Jahren gesammelt worden waren. Eine internationale Forschergruppe hat ermittelt, dass sich das Wachstum der Planktonfresser seit etwa zwei Jahrzehnten beschleunigt.

Vulkan lässt Plankton blühen

Satellitengrafik zeigt Aleuten-Inselbogen und Golf von Alaska, über dem blauen Meer die mäandrierende, gelb-grüne Aschewolke

Die Ursache einer außergewöhnlichen Planktonblüte haben kanadische und amerikanische Forscher ermitteln können. Als im August 2008 der Nordostpazifik förmlich ergrünte, war der Grund die wie Mineraldünger wirkende Asche eines Vulkanausbruchs. Die umfangreichen Messdaten wecken allerdings neue Zweifel an der Idee, den Treibhauseffekt durch die gezielte Düngung der Weltmeere einzudämmen.

Höheres Allergiepotenzial in gereizten Gräsern

Raster-EM-Aufnahme eines zerknautscht wirkenden Pollenkörnchens

Schadstoffe in der Luft schlagen Menschen möglicherweise auch indirekt auf die Gesundheit. Entsprechende Resultate haben Versuche österreichischer Mediziner erbracht. Werden Roggenpflanzen vorübergehend mit Ozon gereizt, bilden sie demnach Pollen mit einem höheren allergieauslösenden Potenzial.

Mehr Treibhausgas aus Seen

Foto zeigt drei Plexiglasröhren mit Sedimentkernen und Wasser am üppig bewachsenen Ufer eines kleinen Sees

Einen weiteren Rückkopplungseffekt im globalen Kohlenstoffkreislauf haben schwedische Forscher nachweisen können. Indem die Temperaturen in höheren Breiten steigen, sinkt die Effizienz der dortigen Seen als Kohlenstoffspeicher. Vielmehr werden tote Organismen und Pflanzenreste im Sediment verstärkt von Mikroben verwertet, wobei die Treibhausgase Kohlendioxid und Methan freigesetzt werden.

Rasen ist nicht “grün”

Foto von saftig grünem, kurz geschnittenen Rasen

Grünflächen sind nicht automatisch auch im übertragenen Sinne grün. Ganz und gar nicht “grün” sind private und öffentliche Rasenflächen, haben zwei amerikanische Forscherinnen ermittelt. Zumindest im US-Bundesstaat Kalifornien wird beim Bearbeiten des Rasens ein Vielfaches der Kohlendioxidmenge freigesetzt, die das Gras aus der Luft aufnehmen kann.

Laue Luft hemmt Bergwälder

Luftaufnahme eines Nadelwaldes an einem sanften Berghang, im Hintergrund schneebedeckte Gipfel

Für Bergwälder bedeuten mildere Temperaturen nicht unbedingt einen Vorteil. Diesen verblüffenden Schluss legt eine Langzeitstudie amerikanischer und englischer Forscher nahe. In Jahren mit wenig und früh schmelzendem Schnee wuchs der von ihnen studierte Wald sogar besonders langsam. Der Grund: Den Bäumen fehlte es an Wasser.

Vorkoloniale Umweltverschmutzung

Foto zeigt Hochgebirge, schroffe Hänge, grau-braunes Gestein, bewölkter Himmel

Eine der reichsten Silberminen der Neuen Welt wurde schon lange vor der Ankunft der spanischen Eroberer ausgebeutet. Zu diesem Schluss kommen kanadische Geowissenschaftler nach der Analyse von Sediment aus einem kleinen Gebirgssee in Peru. Gemessen an den darin enthaltenen Schwermetallen, wurde in der Region bereits im 6. Jahrhundert im größeren Stil Silbererz verhüttet.

Magnetische Bäume offenbaren Luftverschmutzung

REM-Aufnahme unregelmäßig geformter heller Partikel auf welliger, dunkler Oberfläche, einige Vermessungsmarken eingezeichnet

Wer etwas über die Feinstaubbelastung an einer Straße erfahren will, muss nicht unbedingt teure Messstationen aufstellen. Die am Straßenrand wachsenden Bäume geben ebenfalls nützliche “Staubfänger” ab, lässt eine Pilotstudie amerikanischer Geowissenschaftler vermuten. An der Magnetisierbarkeit der Blätter lässt sich demnach ablesen, wie viele Feinstaubpartikel sich darauf abgelagert haben.

Häuserzeilen lenken Abgase

abgase aus einem auto

Wenn es Fußgängern im wahrsten Sinne des Wortes stinkt, sollten sie die Straßenseite wechseln. Englische Forscher haben ermittelt, dass die Luftströmung in einer Straßenschlucht ähnlich chaotisch sein kann wie die Wasserströmung in einem Fluss. Daher werden die Abgase der Autos auf einer Straßenseite weniger gut vom Wind verweht als auf der anderen.



Copyright © 2011 by Stefan Jacobasch und Carsten Meinke (Impressum) | Template by Gabfire themes
Real Time Web Analytics