
Wenn es Fußgängern im wahrsten Sinne des Wortes stinkt, sollten sie die Straßenseite wechseln. Englische Forscher haben ermittelt, dass die Luftströmung in einer Straßenschlucht ähnlich chaotisch sein kann wie die Wasserströmung in einem Fluss. Daher werden die Abgase der Autos auf einer Straßenseite weniger gut vom Wind verweht als auf der anderen.

Wenn sich Bakterien im Erdreich auf Schadstoffe stürzen, kann es im wahrsten Sinne des Wortes heiß hergehen. Australische Forscher haben ermittelt, dass die Temperaturen im Boden auf über 40 Grad Celsius steigen können, wenn der Stoffwechsel der Mikroben durch Einleiten von Luft angekurbelt wird.

Für meterlange Schildkröten sind schlichte Plastiktüten eine ernsthafte Gefahr, belegt eine Untersuchung kanadischer Meeresbiologen. Bei der Durchsicht von mehreren Hundert Nekropsieberichten fanden sie, dass mehr als ein Drittel der Tiere Plastikabfall verschluckt hatte.

Normalerweise wenig mobil, kommt das Schwermetall Blei per Anhalter gut voran. Das haben zwei österreichische und schwedische Forscher ermittelt. Indem es sich an natürliche Eisenpartikel anlagert, kann sich Blei demnach vergleichsweise rasch durch Böden und in Fließgewässer bewegen.
4 Feb 2009 | Veröffentlicht unter
Abfall und Schadstoffe |
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Öl an der Meeresoberfläche muss nicht unbedingt von Schiffen oder Bohrinseln stammen. Amerikanische Forscher haben ermittelt, dass Ölteppiche natürlichen Ursprungs sogar recht häufig sind – zumindest im Golf von Mexiko mit seinen reichhaltigen Ölvorkommen unter dem Meeresgrund.

Auch Schwarzbären haben mit typischen Zivilisationsproblemen zu kämpfen, belegen Langzeitbeobachtungen zweier amerikanischer Biologen. Demnach reifen gut genährte Tiere in Stadtnähe zwar schneller heran als Artgenossen in vergleichsweise unberührten Gebieten. Allerdings sterben sie auch deutlich früher, meist infolge von Verkehrsunfällen.

In der Umwelt können Pestizide eine ungeahnte Wirkung entfalten, belegen Experimente eines amerikanischen Forscherduos. Dabei beraubte ein Insektenvernichtungsmittel Kaulquappen auf indirekte Weise ihrer Nahrung und verhinderte so die rechtzeitige Verwandlung zum Frosch. Der Effekt stellte sich selbst bei Konzentrationen ein, die weit unterhalb der kritischen Schwelle liegen.
30 Sep 2008 | Veröffentlicht unter
Abfall und Schadstoffe,
Tierwelt |
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Der Wassergraben inmitten von Feldern ist für eine Kröte nicht unbedingt ein idealer Platz. Das hat eine amerikanische Biologin ermittelt. Bei ihrer Studie fand sie umso mehr verweiblichte Krötenmännchen, je stärker das jeweilige Gebiet landwirtschaftlich genutzt wurde. Mitverantwortlich für diesen Effekt dürften Pestizide sein, die das Hormonsystem der Amphibien beeinflussen.

Quecksilber im Wasser bedroht nicht nur Flusslebewesen. Das toxische Element landet über die Nahrungskette auch bei reinen Landbewohnern. Vögel, die Spinnen fressen, holen sich besonders große Portionen des Giftes. Das zeigen US-amerikanische Forscher beispielhaft an 13 Vogelarten, die sich von belasteten Insekten ernähren.
18 Apr 2008 | Veröffentlicht unter
Abfall und Schadstoffe,
Tierwelt |
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Ozon und andere Luftschadstoffe schädigen Organismen nicht nur direkt, sie stören auch die Wechselwirkung zwischen ihnen. Entsprechende Resultate präsentieren amerikanische Forscher im Fachblatt “Atmospheric Environment”. Die reaktionsfreudigen Verbindungen beschneiden die Duftspur, die Blüten für Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber in der Luft legen.