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Themenarchiv für: Abfall und Schadstoffe

Häuserzeilen lenken Abgase

abgase aus einem auto

Wenn es Fußgängern im wahrsten Sinne des Wortes stinkt, sollten sie die Straßenseite wechseln. Englische Forscher haben ermittelt, dass die Luftströmung in einer Straßenschlucht ähnlich chaotisch sein kann wie die Wasserströmung in einem Fluss. Daher werden die Abgase der Autos auf einer Straßenseite weniger gut vom Wind verweht als auf der anderen.

Bakterielles “Bodenfieber”

Foto zeigt schräg stehendes Glasrohr, darin klare Flüssigkeit, an ihrer Oberfläche ein bräunlicher Schleier

Wenn sich Bakterien im Erdreich auf Schadstoffe stürzen, kann es im wahrsten Sinne des Wortes heiß hergehen. Australische Forscher haben ermittelt, dass die Temperaturen im Boden auf über 40 Grad Celsius steigen können, wenn der Stoffwechsel der Mikroben durch Einleiten von Luft angekurbelt wird.

Plastik gefährdet Meeresschildkröten

Foto zeigt das Modell einer Lederschildkröte mit breiten Vorderflossen sowie Rücken-Kielen

Für meterlange Schildkröten sind schlichte Plastiktüten eine ernsthafte Gefahr, belegt eine Untersuchung kanadischer Meeresbiologen. Bei der Durchsicht von mehreren Hundert Nekropsieberichten fanden sie, dass mehr als ein Drittel der Tiere Plastikabfall verschluckt hatte.

Eisernes Taxi für Blei

EM-Aufnahme zeigt einige Nanometer große Eisenoxidpartikel als dunkelgraue Klumpen auf hellgrauem Hintergrund

Normalerweise wenig mobil, kommt das Schwermetall Blei per Anhalter gut voran. Das haben zwei österreichische und schwedische Forscher ermittelt. Indem es sich an natürliche Eisenpartikel anlagert, kann sich Blei demnach vergleichsweise rasch durch Böden und in Fließgewässer bewegen.

Viele natürliche Ölteppiche

Luftaufnahme zeigt schimmernden Ölteppich auf dunklem Wasser

Öl an der Meeresoberfläche muss nicht unbedingt von Schiffen oder Bohrinseln stammen. Amerikanische Forscher haben ermittelt, dass Ölteppiche natürlichen Ursprungs sogar recht häufig sind – zumindest im Golf von Mexiko mit seinen reichhaltigen Ölvorkommen unter dem Meeresgrund.

Stadtbären sterben schneller

Foto zeigt zwei junge Schwarzbären in einem Müllcontainer

Auch Schwarzbären haben mit typischen Zivilisationsproblemen zu kämpfen, belegen Langzeitbeobachtungen zweier amerikanischer Biologen. Demnach reifen gut genährte Tiere in Stadtnähe zwar schneller heran als Artgenossen in vergleichsweise unberührten Gebieten. Allerdings sterben sie auch deutlich früher, meist infolge von Verkehrsunfällen.

Pestizid schadet langsamen Fröschen

Foto eines Leopardfroschs mit den typischen, dunklen Leopardenflecken an den Beinen, im Hintergrund Gras

In der Umwelt können Pestizide eine ungeahnte Wirkung entfalten, belegen Experimente eines amerikanischen Forscherduos. Dabei beraubte ein Insektenvernichtungsmittel Kaulquappen auf indirekte Weise ihrer Nahrung und verhinderte so die rechtzeitige Verwandlung zum Frosch. Der Effekt stellte sich selbst bei Konzentrationen ein, die weit unterhalb der kritischen Schwelle liegen.

Pestizide könnten Krötenmännchen verweiblichen

agakroete

Der Wassergraben inmitten von Feldern ist für eine Kröte nicht unbedingt ein idealer Platz. Das hat eine amerikanische Biologin ermittelt. Bei ihrer Studie fand sie umso mehr verweiblichte Krötenmännchen, je stärker das jeweilige Gebiet landwirtschaftlich genutzt wurde. Mitverantwortlich für diesen Effekt dürften Pestizide sein, die das Hormonsystem der Amphibien beeinflussen.

Spinnen fressen verboten

Rotkehlhüttensänger mit Beute im Schnabel

Quecksilber im Wasser bedroht nicht nur Flusslebewesen. Das toxische Element landet über die Nahrungskette auch bei reinen Landbewohnern. Vögel, die Spinnen fressen, holen sich besonders große Portionen des Giftes. Das zeigen US-amerikanische Forscher beispielhaft an 13 Vogelarten, die sich von belasteten Insekten ernähren.

Luftverschmutzung kontra Blütenduft

Ozon und andere Luftschadstoffe schädigen Organismen nicht nur direkt, sie stören auch die Wechselwirkung zwischen ihnen. Entsprechende Resultate präsentieren amerikanische Forscher im Fachblatt “Atmospheric Environment”. Die reaktionsfreudigen Verbindungen beschneiden die Duftspur, die Blüten für Bienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber in der Luft legen.

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