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Themenarchiv für: Abfall und Schadstoffe

Reichlich Energie in Abwasser

Foto zeigt schlammig-braunes schaumiges Wasser in Belebtschlammbecken

Klärwerke könnten Strom liefern anstatt ihn zu verbrauchen, zeigen Experimente einer englischen Forschergruppe. Häusliche Abwässer enthalten demnach deutlich mehr Energie in Form organischer Verbindungen als bislang angenommen – nämlich gut zwei Kilowattstunden pro Kubikmeter.

Edelmetall stülpt Schneckenhaus um

Foto zeigt Schnecke ohne Haus, ausgefranst wirkender Kieme an der Rückseite des Eingeweidesacks, Andeutung innerer Schale

Platin kann den Körperbau von Schnecken auf verblüffende Weise beeinflussen. Das haben Tübinger Biologinnen bei Toxizitätstests entdeckt. Während der Embryonalentwicklung hohen Konzentrationen des Edelmetalls ausgesetzt, bildet eine Süßwasserschnecke statt einer äußeren eine innere Schale, wie sie ähnlich auch bei Nacktschnecken und Tintenfischen vorkommt.

Selbstmörderische Krebse

Foto zeigt jüngeren Mann, an einem Tisch kniend, darauf ein wassergefülltes Becherglas mit kleinen braunen Krebschen, einige schwimmend, die meisten am Boden

Von Menschen eingenommene und wieder ausgeschiedene Antidepressiva entfalten in der Umwelt eine ungeahnte zweite Wirkung. Das haben englische Biologen bei Tests an Flohkrebsen entdeckt. Auf einen der am häufigsten verschriebenen Wirkstoffe reagieren die normalerweise vorsichtigen Tiere, indem sie sich potenziellen Fressfeinden förmlich präsentieren.

Resistente Bakterien in Haien

Foto zeigt dichte Ansammlung dunkelbrauner Haie in flachem, türkisfarbenen Wasser

Resistenzen gegen Antibiotika treten an den verblüffendsten Stellen auf, zeigt eine Studie amerikanischer Wissenschaftler. In Abstrichen von Haien und anderen Raubfischen fanden sie Bakterien, die gegen mehrere der getesteten Wirkstoffe unempfindlich waren.

Leben im Asphaltsee

Foto zeigt Person in Sandalen, auf dem halberstarrten Asphalt stehend, an einem Stock einen langen Faden aus der dunklen Masse ziehend

Das Leben erobert die unwirtlichsten Umgebungen, belegt eine Untersuchung einer internationalen Forschergruppe. Ein natürlicher Asphaltsee auf der Karibikinsel Trinidad beherbergt demnach eine reichhaltige Mikrobenflora. Darunter sind exotische Stoffwechselkünstler, die selbst Schweröl verdauen können und Mineralien statt Sauerstoff veratmen.

Elektroschrott: Probleme werden exportiert

Elektroschrott

Jedes Jahr werden über 155.000 Tonnen Elektroschrott aus Deutschland ins außereuropäische Ausland exportiert. Davon entfallen rund 50.000 Tonnen auf PC- und Fernseh-Bildschirme. Selbst defekte Geräte werden zum Teil als “noch funktionstüchtig” umdeklariert, ergab eine Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA).

Vorkoloniale Umweltverschmutzung

Foto zeigt Hochgebirge, schroffe Hänge, grau-braunes Gestein, bewölkter Himmel

Eine der reichsten Silberminen der Neuen Welt wurde schon lange vor der Ankunft der spanischen Eroberer ausgebeutet. Zu diesem Schluss kommen kanadische Geowissenschaftler nach der Analyse von Sediment aus einem kleinen Gebirgssee in Peru. Gemessen an den darin enthaltenen Schwermetallen, wurde in der Region bereits im 6. Jahrhundert im größeren Stil Silbererz verhüttet.

Magnetische Bäume offenbaren Luftverschmutzung

REM-Aufnahme unregelmäßig geformter heller Partikel auf welliger, dunkler Oberfläche, einige Vermessungsmarken eingezeichnet

Wer etwas über die Feinstaubbelastung an einer Straße erfahren will, muss nicht unbedingt teure Messstationen aufstellen. Die am Straßenrand wachsenden Bäume geben ebenfalls nützliche “Staubfänger” ab, lässt eine Pilotstudie amerikanischer Geowissenschaftler vermuten. An der Magnetisierbarkeit der Blätter lässt sich demnach ablesen, wie viele Feinstaubpartikel sich darauf abgelagert haben.

Gletscher setzen alte Schadstoffe frei

Foto zeigt Hochgebirgstal mit Gletscher mit dünnem Schmelzwasserstrom, der in einen milchig-trüben See mündet

Indem die Gletscher schmelzen, geben sie nicht nur alte Pflanzenreste und Gegenstände frei. Auch die Umweltsünden der Vergangenheit werden auf diese Weise wieder aktuell, haben Schweizer Chemiker erstmals nachweisen können. In den von ihnen studierten Alpensee strömen seit einigen Jahren wieder verstärkt organische Schadstoffe, die längst verboten sind und nicht mehr im industriellen Maßstab produziert werden.

Häuserzeilen lenken Abgase

abgase aus einem auto

Wenn es Fußgängern im wahrsten Sinne des Wortes stinkt, sollten sie die Straßenseite wechseln. Englische Forscher haben ermittelt, dass die Luftströmung in einer Straßenschlucht ähnlich chaotisch sein kann wie die Wasserströmung in einem Fluss. Daher werden die Abgase der Autos auf einer Straßenseite weniger gut vom Wind verweht als auf der anderen.



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