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Archiv für: Oktober, 2010

Narwale als lebende Thermometer

Foto zeigt drei Narwale, bei einem ragt der lange, spiralig gedrehte Stoßzahn aus dem Wasser, an der Meeresoberfläche

Narwale lassen sich einsetzen, um die Bedingungen in schwer zugänglichen Meeresregionen zu erkunden. Entsprechende Versuche haben amerikanische und grönländische Forscher angestellt. Mit kleinen Sensoren samt Funksendern versehen, lieferten die Tiere detaillierte Temperaturdaten aus dem von Packeis bedeckten Meer zwischen Grönland und Kanada.

Ein neuer Goldrausch

Foto zeigt Flechte als weißen geweihartigen Bewuchs mit sattbraunen blattartigen Fruchtkörpern auf einem Ast

Mehr als ein Jahrhundert nach dem Einfall der Glücksritter ist Alaska wieder für einen Goldrausch gut – zumindest im übertragenen Sinne. Europäische und amerikanische Forscher haben entlang der Pfade, auf denen unzählige Goldsucher an den Klondike strömten, nicht weniger als 766 Arten von Flechten und flechtenbewohnenden Pilzen identifiziert. Rund ein Zehntel davon lässt sich bislang keiner bekannten Art zuordnen.

Die Darwinfinken der Tiefsee

Foto zeigt Blick von oben auf einen bleichen, schlanken Fisch mit fächerartigen Brustflossen und langem Rattenschwanz über hellem Sediment

Eine neue Fischart haben Forscher im Meer vor Chile entdeckt. Der bislang unbekannte Vertreter der Scheibenbäuche schwamm den Wissenschaftlern in einer Tiefe von gut sieben Kilometern vor die Kamera – in einer Etage des Ozeans, die bis vor einigen Jahren noch als praktisch unbelebt galt.

Edelmetall stülpt Schneckenhaus um

Foto zeigt Schnecke ohne Haus, ausgefranst wirkender Kieme an der Rückseite des Eingeweidesacks, Andeutung innerer Schale

Platin kann den Körperbau von Schnecken auf verblüffende Weise beeinflussen. Das haben Tübinger Biologinnen bei Toxizitätstests entdeckt. Während der Embryonalentwicklung hohen Konzentrationen des Edelmetalls ausgesetzt, bildet eine Süßwasserschnecke statt einer äußeren eine innere Schale, wie sie ähnlich auch bei Nacktschnecken und Tintenfischen vorkommt.

Vulkan lässt Plankton blühen

Satellitengrafik zeigt Aleuten-Inselbogen und Golf von Alaska, über dem blauen Meer die mäandrierende, gelb-grüne Aschewolke

Die Ursache einer außergewöhnlichen Planktonblüte haben kanadische und amerikanische Forscher ermitteln können. Als im August 2008 der Nordostpazifik förmlich ergrünte, war der Grund die wie Mineraldünger wirkende Asche eines Vulkanausbruchs. Die umfangreichen Messdaten wecken allerdings neue Zweifel an der Idee, den Treibhauseffekt durch die gezielte Düngung der Weltmeere einzudämmen.



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