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Archiv für: September, 2010

In der Schweiz lebt der Uhu gefährlich

Ein Uhu sitz auf einem Strommast

In der Schweiz sterben so viele Uhus durch Stromschlag an Freileitungsmasten, dass die Art regional vom Aussterben bedroht ist. Das zeigt eine Studie der Universität Bern im Wallis. Während die Uhu-Bestände in weiten Teilen Europas leicht ansteigen, stagnieren sie in der Schweiz oder sind gar rückläufig. Nur etwa 10 Prozent der Uhus im Wallis überleben das erste Jahr. Jedes vierte Tier stirbt durch Stromschlag an veralteten Freileitungsmasten, welche den heutigen Sicherheitsstandards nicht mehr entsprechen.

Stadtleben entkoppelt Räuber und Beute

Foto zeigt Kohlmeise, mit gelber Brust, schwarz-weißem Kopf, auf einem Holzzaun

Für Vögel kann es sich gleich mehrfach auszahlen, sich an den Menschen und an den Lärm der Stadt zu gewöhnen. Das haben amerikanische Ökologinnen im Rahmen einer mehrjährigen Studie ermittelt. Vogelnester in ländlichen Regionen werden demnach umso öfter ausgeräubert, je mehr Fressfeinde es in dem jeweiligen Gebiet gibt. In der Stadt lässt sich ein solcher Zusammenhang allerdings nicht nachweisen.

Hörbar gesunde Riffe

Unterwasseraufnahme einer Taucherin im blaugrünen Wasser, Notizen machend

In welchem Zustand sich ein Korallenriff befindet, lässt sich schon an seinem Klang erahnen. Das haben englische und panamaische Meeresbiologen im Rahmen eines systematischen Vergleichs ermittelt. Ein insgesamt “gesundes” Riff verrät sich demnach durch einen kräftigen Geräuschpegel, tiefe bzw. hohe Frequenzen lassen auf die Vielfalt von Fischen und Wirbellosen schließen.

Warnung vor Fernstraße durch die Serengeti

Gnu-Herde in der Serengeti

Durch den Serengeti Nationalpark in Tansania könnte bald eine zweispurige Fernstraße gut 50 Kilometer weit führen. Das Straßenprojekt könne das einzigartige Wildnisgebiet und Weltnaturerbe schädigen, warnen jetzt 27 Wissenschaftler und Naturschutzexperten in einem Artikel im Magazin “Nature”.

Erfreuliche Ibis-Zählung

Weißschulteribis

Der Weißschulteribis ist der am stärksten bedrohte Wasservogel Südostasiens. Eine aktuelle Zählung der Tiere brachte nun überraschende Zahlen: Statt 330 Exemplare gibt es mindestens 429 der seltenen Vögel. Das Überleben der Art steht aber weiter auf der Kippe.

Acker und Gras kühlen schneller

Waldrand an einer Weide

Wälder haben bei sommerlichen Hitzewellen anfangs keinen kühlenden Effekt, sondern heizen die Atmosphäre sogar zusätzlich auf. Gras- und Ackerflächen dagegen tragen zu Beginn einer Hitzewelle, wenn die Bodenfeuchte noch hoch ist, wesentlich mehr zur Kühlung durch Verdunstung bei. Bisher ging man davon aus, dass Wälder eine wichtigere Rolle spielen, da Bäume durch tiefere Wurzeln an mehr Wasser gelangen.



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