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Archiv für: Oktober, 2009

Wölfe bevorzugen wilde Beute

Foto zeigt Wolf mit bräunlich-grauem Fell in Landschaft mit spärlichem Grün, am Horizont ein Gebirgszug

Wenn sie die Wahl haben, schlagen Wölfe eher Wildtiere als Nutztiere. Das gilt zumindest im Nordwesten der Iberischen Halbinsel, hat eine spanische Biologin bei der Analyse mehrerer Hundert Kotproben ermittelt. In der landwirtschaftlich genutzten Region macht die bequeme Beute nur etwa ein Zehntel aller gerissenen Tiere aus.

Pilz laugt Amphibien aus

SW-Aufnahme eines Froschlurchs

Die Infektion durch einen Pilz ist ein Grund dafür, dass viele Amphibienarten in ihrem Bestand gefährdet sind. Auf welche Weise der Pilz seine Opfer tötet, haben australische und amerikanische Forscher herausgefunden. Die Haut infizierter Tiere büßt die Fähigkeit ein, Elektrolyte aus der Umgebung aufzunehmen, sodass es letztlich zum Herzstillstand kommt.

Magnetische Bäume offenbaren Luftverschmutzung

REM-Aufnahme unregelmäßig geformter heller Partikel auf welliger, dunkler Oberfläche, einige Vermessungsmarken eingezeichnet

Wer etwas über die Feinstaubbelastung an einer Straße erfahren will, muss nicht unbedingt teure Messstationen aufstellen. Die am Straßenrand wachsenden Bäume geben ebenfalls nützliche “Staubfänger” ab, lässt eine Pilotstudie amerikanischer Geowissenschaftler vermuten. An der Magnetisierbarkeit der Blätter lässt sich demnach ablesen, wie viele Feinstaubpartikel sich darauf abgelagert haben.

Schwierige Prognosen für Säuger

Foto zeigt Baummarder, kleinen, schlanken Säuger mit braunem Fell, heller Brust, katzenähnlichem Gesicht

Säugetiere reagieren vielleicht gänzlich anders auf den Klimawandel als derzeit angenommen. Diesen Schluss legen Untersuchungen einer deutsch-schweizerischen Forschergruppe nahe. Welche klimatischen Nischen die verschiedenen Säuger Europas besetzen, hängt demnach kaum von ihrer entwicklungsgeschichtlichen Nähe ab: Selbst bei Arten, die erst seit kurzem getrennte Wege gehen, zeigen sich erhebliche Unterschiede.

Gletscher setzen alte Schadstoffe frei

Foto zeigt Hochgebirgstal mit Gletscher mit dünnem Schmelzwasserstrom, der in einen milchig-trüben See mündet

Indem die Gletscher schmelzen, geben sie nicht nur alte Pflanzenreste und Gegenstände frei. Auch die Umweltsünden der Vergangenheit werden auf diese Weise wieder aktuell, haben Schweizer Chemiker erstmals nachweisen können. In den von ihnen studierten Alpensee strömen seit einigen Jahren wieder verstärkt organische Schadstoffe, die längst verboten sind und nicht mehr im industriellen Maßstab produziert werden.

Häuserzeilen lenken Abgase

abgase aus einem auto

Wenn es Fußgängern im wahrsten Sinne des Wortes stinkt, sollten sie die Straßenseite wechseln. Englische Forscher haben ermittelt, dass die Luftströmung in einer Straßenschlucht ähnlich chaotisch sein kann wie die Wasserströmung in einem Fluss. Daher werden die Abgase der Autos auf einer Straßenseite weniger gut vom Wind verweht als auf der anderen.

Landwirtschaft könnte Wasser effektiver nutzen

Zunahme-landwirtschaftlicher-Ertraege

Ein besserer Umgang mit Wasser könnte die globale landwirtschaftliche Produktion um etwa ein Fünftel steigern. Das folgern deutsche und schwedische Forscher aus einer Modellstudie, die sie im Magazin “Environmental Research Letters” vorstellen. Die Kombination zweier Methoden zum Wassermanagement soll Ertragssteigerungen je nach Region zwischen 7 und 53 Prozent ermöglichen.

Messcontainer auf großer Fahrt

Foto zeigt weiß-blauen Container, einige Personen vor seiner geöffneten Tür stehend

Containerschiffe können künftig Wissenschaft betreiben – und das auch ohne speziell geschulte Besatzung. Kieler und Leipziger Leibniz-Forscher haben einen Messcontainer entwickelt, der die Luft selbsttätig bis in größte Höhen vermisst und so hilft, das Wechselspiel von Ozean und Atmosphäre zu verstehen. Die erste große Testfahrt des Systems beginnt Mitte Oktober und führt in die Antarktis und zurück.



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