Erste Jungstöre in der Elbe
4. September 2008 20:55 Drucken
In der Elbe schwimmen erstmals wieder Störe. Wissenschaftler und Naturschützer haben fünfzig, mit Plastikmarken versehene Jungtiere im Norden Brandenburgs in den Fluss entlassen. Damit kehren nach mehr als vierzig Jahren wieder Exemplare des Nordseestörs in das deutsche Einzugsgebiet der Nordsee zurück.
Foto: Marion Wear /Dreamstime.com
Langfristiges Ziel der Bemühungen ist es, der Art eine dauerhafte Rückkehr in ihr angestammtes Verbreitungsgebiet in den großen Flüssen mit Verbindung zur Nordsee zu ermöglichen. Zunächst geht es den Forschern um Jörn Geßner und Frank Kirschbaum vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei jedoch darum, mehr darüber zu erfahren, wie es in der heutigen Elbe um die Lebensbedingungen für die Tiere steht.
Unter anderem wollen sie untersuchen, wie sich der eigens aufgebaute Elterntierbestand aus genetischer Sicht für den Freilandbesatz im Nordseeeinzugsgebiet eignet. Die jetzt ausgesetzten Tiere gehen letztlich auf eine französische Restpopulation zurück, die das Verschwinden des Europäischen oder Nordseestörs (Acipenser sturio) aus weiten Teilen Europas überdauert hat.
“Dieser erste Versuchsbesatz stellt einen wichtigen Meilenstein für die langfristige Wiederansiedlung der Art in Deutschland dar”, erklärt Geßner. Möglich geworden sei dieser erste Schritt durch die Erfolge in der Nachzucht der französischen Tiere. Bis zu einem großangelegten Besatz zur Etablierung der Art werde allerdings noch einige Zeit vergehen.
Forschung: Jörn Geßner und Frank Kirschbaum, Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Berlin; und andere
WWW:
Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei
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