Erholung bei Buckelwalen
22. Mai 2008 14:01 Drucken
Zu Beginn der 60er-Jahre beinahe ausgerottet, hat sich der Buckelwal zumindest in Teilen seines Verbreitungsgebietes gut erholt. Genauere Zahlen dazu liefert nun ein großangelegter Vergleich von Flossenfotografien. Im nördlichen Pazifik dürften heute demnach bis zu 20.000 Vertreter der ob ihrer kunstvollen Gesänge berühmten Art leben.
Im Jahr 1966 seien es weniger als 1.500 Tiere gewesen, so die amerikanische Ozeanografie- und Meteorologiebehörde (NOAA) in einer Mitteilung. Der insgesamt positive Trend dürfe allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass einige Populationen, insbesondere jene im westlichen Nordpazifik, noch immer bedenklich klein seien.
Die neuen Zahlen stammen aus einer internationalen Studie zum Status des Buckelwals (Megaptera novaeangliae). Unter Beteiligung von mehr als 400 Walforschern und 50 Organisationen im pazifischen Raum waren 18.000 Fotos von Buckelwalschwanzflossen zusammengetragen worden. Anhand der Gestalt dieser Fluke, eventuellen Verletzungen und des Bewuchses mit Seepocken und Walläusen können einzelne Vertreter der wanderfreudigen Art zuverlässig identifiziert werden.
Gut 8.000 Individuen zählten die beteiligten Forscher. Auf Basis ihrer Daten schätzen sie den Gesamtbestand im nördlichen Pazifik auf 18.000 bis 20.000 Tiere. Zusätzlich zu den Fotos kamen auch mehr als 6.000 Gewebeproben zusammen. Genetische und chemische Analysen dieses Materials sollen nun weitere Erkenntnisse über das Wanderverhalten und die Schadstoffbelastung der Tiere liefern.
WWW:
National Oceanographic and Atmospheric Administration
- SPLASH!
Megaptera novaeangliae
Eintrag in der Roten Liste
Wale.info
Lesen Sie dazu im Scienceticker:
Genetik belegt Umtriebigkeit von Walen




















[...] Scienceticker Umwelt heute berichtet, hat sich der Bestand der Buckelwale in Teilen ihres Verbreitungsgebietes erholt. [...]