Ostsee: Schwächster Eiswinter seit 1720
5. März 2008
Der Winter 2007/2008 könnte im Ostseeraum als der seit Jahrhunderten eisärmste Winter in die Geschichte eingehen. Laut Mitteilung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) liegt die Eisausdehnung in diesem Winter noch unter den Werten der als besonders mild geltenden Winter 1960/1961 und 1988/1989.
Winter an der Ostseeküste. Foto: Birgit Kutzera /Fotolia
In einem “normalen” Winter sei der Bottnische Meerbusen gegen Ende Februar bis Mitte März vollständig mit Eis bedeckt, erklärt Jürgen Holfort, der Leiter des BSH-Eisdienstes. In diesem Winter habe sich Eis nur im nördlichen Teil der Bottenwiek und weiter südlich nur in den inneren Schärenbereichen gebildet. Und die derzeitige Eisbedeckung im Finnischen Meerbusen sei üblicherweise bereits Mitte Dezember erreicht. Neben der eisbedeckten Fläche liege auch die Eisdicke in diesem Winter weit unter den üblichen Werten.
Eine Ursache seien kurze zusammenhängende Frostperioden, die häufig von Tauwetter unterbrochen worden seien. Nur selten seien die Temperaturen unter minus 15 Grad Celsius gefallen, während neu gebildetes Eis immer wieder durch Winde aus unterschiedlichen Richtungen aufgebrochen, zusammengeschoben oder zerstreut worden sei.
WWW:
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Ice Conditions in the Baltic Sea
Steckbrief der Ostsee
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