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Landschaftspflege bedroht regionale Arten

19. Juli 2007

Die bei uns praktizierte Landschaftspflege bedroht die genetische Vielfalt in der freien Natur: Bei Gehölzpflanzungen und Begrünungsmaßnahmen werden häufig Arten gepflanzt, die vor Ort noch gar nicht vorkamen. Durch die massenhafte Anpflanzung dieser so genannten “gebietsfremden Herkünfte” werde die regionale heimische Flora genetisch verändert, warnt das Bundesamt für Naturschutz (BfN).

“Anpassungen, die im Laufe vieler Jahrtausende entstanden sind, können durch die Verwendung gebietsfremder Herkünfte verloren gehen”, sagt BfN-Präsident
Hartmut Vogtmann. “Auch in Zusammenhang mit Umweltveränderungen wie dem Klimawandel ist eine ausreichend breite genetische Vielfalt eine wesentliche Voraussetzung für die Anpassungsfähigkeit unserer Arten.” Das Bundesamt plädiert dafür, bei Pflanzungen auf zertifizierte Gehölze regionaler Herkunft zu setzen.

In einer knapp 50-seitigen Literaturstudie fasst das BfN zahlreiche Arbeiten zusammen, welche die Auswirkungen von Pflanzungen auf die biologische Vielfalt untersucht haben. Die Studie stellt den Wissensstand zur genetischen Variabilität und Differenzierung häufiger Gehölze und Grünlandarten beispielhaft dar und nennt ökonomisch relevante Konsequenzen bei der Verwendung gebietsfremder Herkünfte.

Das Skript ist bereits online erhältlich. Weitere Informationen zur genetischen Vielfalt von Wildpflanzen hat das Bundesamt angekündigt.

Quelle: Bundesamt für Naturschutz, 18.7.2007

WWW:
Homepage BfN

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