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Brandenburg: Klimawandel lässt Bäche austrocknen

6. Juni 2007

Kleinere Flüsse und Bäche sowie Seen der Region Berlin-Brandenburg reagieren bereits auf die Klimaveränderungen. Das zeigt sich besonders in den Sommermonaten. Flussbetten und Teiche trocknen aus, unterirdische Einzugsgebiete ändern sich. Das haben Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) nachgewiesen.

Die Forscher berechnen in Simulationen, wie viel Wasser bei sinkenden Grundwasserpegeln aus Fließgewässern in den Untergrund verloren gehen kann. Ihre Modelle können auch die Folgen der direkten menschlichen Eingriffe von den Einflüssen des Klimas trennen, sagen die Forscher.

In der Abteilung Ökohydrologie des IGB hat Torsten Strube Berechnungen für den Berliner Müggelsee durchgeführt. Sie ergaben, dass die Verdunstung im Juni 2006 um 22 Prozent und im Juli 2006 um 47 Prozent höher ausfiel als in den vergleichbaren Monaten der letzten sechs Jahre. Ähnliches gilt für den Stechlinsee: Dort beträgt die Seeverdunstung in so genannten trockenen Jahren ungefähr das Doppelte der Verdunstung feuchter Jahre.

Mit der Veränderung der Abflussdynamik und -höhe ändern sich auch unterirdische Einzugsgebiete und damit die Grundlagen bisheriger Bilanzierungen. Nicht zuletzt beeinflussen Klimaänderungen auch die gewässerinternen Prozesse. Diese verändern die Planktonverteilung und die Biomasseproduktion. “Wenn wir die Wechselwirkungen zwischen Grund- und Oberflächengewässern verstehen, können wir die Abflussbildung und ihre Veränderungen aufgrund des Klimawandels aufklären “, sagt Gunnar Nützmann vom IGB.

Quelle: Forschungsverbund Berlin e.V. / IGB, 6.6.2007

WWW:
Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei

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