Zu viel Feinstaub in deutschen Städten
29. Januar 2007
Die Belastung der Bevölkerung mit gesundheitsschädlichen Feinstäuben war im Jahr 2006 weiterhin zu hoch. Das ergab die Auswertung der vorläufigen Feinstaubdaten laut Umweltbundesamt (UBA). An 100 der zirka 450 Messstationen wurden demnach an mehr als 35 Tagen zu hohe Feinstaubkonzentrationen gemessen.
Der zulässige Grenzwert für Feinstaub liegt bei 50 Mikrogramm (= ein Millionstel Gramm) pro Normkubikmeter Luft). Dieser Wert darf seit Anfang 2005 an nicht mehr als 35 Tagen pro Jahr überschritten werden. Städte wie Stuttgart, München, Cottbus, Leipzig und Dortmund verstießen deutlich gegen diese Vorgabe, berichtet das UBA.
Neben dem Feinstaub bietet auch Stickstoffdioxid (NO2) Anlass zu mehr und mehr Sorge. NO2 ist ein Gas, das die Atmung beeinträchtigt und bei Verbrennungsvorgängen entsteht, etwa bei der Energieerzeugung und im Straßenverkehr. Nach Auffassung des UBA läuft Deutschland Gefahr, auch den ab 2010 EU-weit geltenden Grenzwert von 40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel nicht einzuhalten.
Derzeit überschreiten die NO2-Konzentrationen an rund der Hälfte der städtischen, verkehrsnahen Messstellen in Deutschland den ab 2010 geltenden Jahresgrenzwert. Nach den bisherigen Emissionstrends ist nicht damit zu rechnen, so das UBA, dass Deutschland den Grenzwert flächendeckend einhalten wird.
Quelle: Umweltbundesamt (UBA), 26.1.2007
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Aktuelle Luftqualitätsdaten und Auswertungen des UBA


